04. November 2018, 20:57 Uhr

Kulturtermine

04. November 2018, 20:57 Uhr
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Aus der Redaktion

Brake über Auswanderungsgesellschaft – Einen Vortrag mit Lichtbildern über die Gießener Auswanderungsgesellschaft von 1834 unter dem Titel unter »Wo der Freiheit Sonne scheint« hält Stadtarchivar Dr. Ludwig Brake am Mittwoch, 7. November, um 19 Uhr in der Büchergilde am Wochenmarkt, Wetzsteinstraße 4. »Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt.« Zu diesem Ergebnis kam Georg Büchner, der sich zusammen mit Friedrich Ludwig Weidig für den revolutionären Weg entschieden hatte, um die politischen Verhältnisse in Hessen-Darmstadt zu ändern. Sie riefen zum Krieg gegen die Paläste auf. August Follen, ein Gießener Anwalt, und Friedrich Münch, ein Pfarrer aus Niedergemünden, gingen einen anderen Weg. Mit einer realistischeren Einschätzung der politischen Kräfteverhältnisse wandten sie sich gegen Gewalt, weil sie eine Veränderung für unmöglich hielten. Da sie ihre Utopie aber dennoch realisieren wollten, entschlossen sie sich zur Auswanderung. In den nordamerikanischen Freistaaten wollten sie eine deutsche Musterrepublik errichten. Beide Utopien sind gescheitert: Weidig kam im Gefängnis um, Büchner starb im Exil. Auch die Utopie der Gießener Auswanderer ist als Projekt gescheitert und doch konnten wesentliche Bestandteile ihrer Ideale im praktischen Alltagsleben in den Vereinigten Staaten in der Mitte des 19. Jahrhunderts realisiert werden.

Mittwochskonzert – Im Mittwochskonzert am 7. November um 19.30 Uhr in der Bonifatiuskirche führt Prof. Winfried Bönig, Domorganist in Köln und Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Musikhochschule in Köln, durch Orgelwerke aus drei europäischen Ländern. Er spielt Kompositionen von Claude Debussy, Herbert Howells, Karl Höller und Charles-Marie Widor auf der großen Eule-Orgel. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für die Eule-Orgel wird gebeten. Weitere Infos auf www.perle-der-empore.de.

Vortrag über Gustav Klimt – Am Donnerstag, 8. November, wird bei Frau und Kultur der Maler Gustav Klimt (1862-1918) von der Kunsthistorikerin Dietlind Stürz vorgestellt. Klimt steht für eine Zeit, die bis heute fasziniert und nachklingt – die Klassische Moderne. Der Künstler hat gemeinsam mit seinen Wegbegleitern Gerstl, Schiele und Kokoschka das Wien als geistiger und kultureller Mittelpunkt Europas an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wesentlich mitgeprägt. Künstlerisch spiegelt das Werk von Gustav Klimt die »Ringstraßenzeit« des Historismus bis in die Anfänge der Abstraktion einzigartig wider. Der Vortrag findet im Netanya-Saal des Alten Schlosses statt und beginnt um 15.30 Uhr.

Balladeire in der Pankratiuskapelle – Am 17. November um 20 Uhr tritt die Formation Balladeire in der Pankratiuskapelle auf. Balladeire hat sich über die Jahre ein vielfältiges Repertoire zeitloser Songs erspielt. Die gelungene Mischung aus Balladen, Popsongs und groovigen Instrumentals sorgt für einen kurzweiligen Abend. Das Repertoire von Balladeire umfasst Songs in Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Türkisch. Es spielen Tine Burock (Gesang), Corin Hild (Geige, Flöten und Akkordeon), HO Moritz (Gitarre) und Markus Reich (Percussion, Drums und Handpans). Der Eintritt beträgt 10 Euro, Karten gibt es im Kirchenladen und an der Abendkasse. Veranstalter ist die Evangelische Stadtkirchenarbeit.



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