03. September 2018, 21:53 Uhr

Kulturtermine

03. September 2018, 21:53 Uhr

Musik in Film und Videospiel – Musik macht einen Horrorfilm erst richtig gruselig. Doch auch bei anderen Filmen in Kino und Fernsehen sowie bei Videospielen und Werbung entfaltet die Musik eine Wirkung auf das Publikum. Empirische Studien belegen, dass funktionale Medienmusik die Aufmerksamkeitshaltung und -lenkung, die Wahrnehmungsprägnanz und das Zeitempfinden, Gefühle und empathische Reaktionen, die Assoziationsbildung und den Zugriff auf Gedächtnisinhalte, die Meinungsbildung und die Motivation von Verhalten beeinflussen kann. Mit dem Thema »Musik im audiovisuellen Kontext« beschäftigt sich die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie, die vom 7. bis 9. September am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Justus-Liebig-Universität stattfindet. Beginn ist am Freitag um 13.45 Uhr. Die Tagung wird ausgerichtet von Prof. Claudia Bullerjahn, Professorin für Systematische Musikwissenschaft und Musikkulturen der Gegenwart an der JLU.

Tess Wiley Jazz Quartett – Die Jazzinitiative Gießen präsentiert das Tess Wiley Jazz Quartett am Mittwoch, 5. September, um 20.30 Uhr im Ulenspiegel. Neben Sängerin Tess Wiley spielen Jakob Kühnemann (Bass), Frank Warnke (Gitarre) und Johannes Langenbach (Schlagzeug).

Goldberg-Variationen in Petruskirche – Am Sonntag, 9. September, 17 Uhr, findet in der Petrusgemeinde ein Konzert mit den berühmten Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach statt. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Nach dem Konzert lädt die Petrusgemeinde zum gemütlichen Beisammensein bei Brezel und Wein und Gesprächen mit dem Interpreten. Fritz Siebert musiziert auf dem Cembalo von Titus Crijnen (2004) nach einem Modell von Johannes Ruckers (Antwerpen, 1624). Sein einziges gedrucktes Variationswerk für Cembalo nannte Johann Sebastian Bach in nicht zu unterbietendem Understatement schlicht Clavier-Übung. Heute ist das Opus unter seinem populären Beinamen Goldbergvariationen bekannt. Solist Fritz Siebert war Cembalist des Kölner Ensembles NeoBarock. Anfang 2010 rief er die Konzertreihe »Tastenmusik« ins Leben, in deren Rahmen er monatlich in der Kirche des Stephansstifts in Hannover Konzerte gibt, solistisch auf Cembalo und Orgel sowie gemeinsam mit Musikerkollegen.

Regisseur zeigt Dokumentarfilm – Das Gießener Bündnis für Frieden in Afrin lädt zu einem Film- und Diskussionsabend »Mein Paradies« mit dem Regisseur Ekrem Heydo in der Alevitischen Gemeinde (Reichenberger Straße 5) ein. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 5. September, um 18.30 Uhr. Der deutsch-syrische Dokumentarfilm aus dem Jahr 2016 wird im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt. Ein altes Klassenfoto führt den Regisseur 25 Jahre später zurück in seine Heimat Serê Kaniyê (Ras el-Ain) in der Demokratischen Föderation Nordsyrien. Das Foto bildet die multiethnische Gesellschaft der Region ab, die seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs in ihre unterschiedlichen Völker und konfessionellen Lager gespalten ist. Nicht alle seiner Klassenkameraden findet Ekrem Heydo wieder – einer wurde getötet, andere flohen. Die Reise in die Vergangenheit wird zur Suche nach den Grundlagen des Zusammenlebens in einer politisch instabilen Region. Im Anschluss kann mit dem Regisseur diskutiert werden.

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