27. August 2018, 21:39 Uhr

Kultur im Nordstadt-Quartier

27. August 2018, 21:39 Uhr
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Von Rebecca Hahn
Der Chor des Türkischen Kunstmusik und Kultur Vereins und die Gruppe Poco Piu bescheren den Besuchern ein besonderes Hörerlebnis. (Foto: rha)

Gießen (rha). Wo Zither auf Harfe trifft und Langhalslaute auf Saxofon, ist ein besonderes Hörerlebnis garantiert. Vor dem Nordstadtzentrum glückte am Freitagabend die musikalische Begegnung der Welten: Bei einem gemeinsamen Konzert der Gruppe Poco Piu und des Türkischen Kunstmusik und Kultur Vereins (TKMG) im Rahmen des Kultursommers Mittelhessen harmonierten türkische Musik und Weltmusik hervorragend. Trotz kühler Temperaturen lauschten zeitweise bis zu 200 Zuhörer.

Es sei schön, dass eine Veranstaltung des Kultursommers auch einmal abseits der kulturellen Hotspots direkt in einem Quartier stattfinde, sagte Stadträtin Astrid Eibelshäuser und lobte die Zusammenarbeit der Musiker: »Sie schaffen eine interkulturelle Begegnung in besonderer Weise.« Auch Lutz Perkitny vom Nordstadtverein bedankte sich bei allen Helfern und kündigte an, dass man sich im nächsten Jahr wieder für den Kultursommer bewerben wolle.

Unter der Leitung von Fulya Özergün trug der Chor des TKMG anschließend ein breites Spektrum türkischer Lieder vor. Begleitet wurden die Sänger von einem kleinen Orchester mit Klavier und traditionellen türkischen Instrumenten. Bald schon wurde mitgewippt und mitgeklatscht. Von Popsongs über Kunstlieder bis hin zu türkischer Volksmusik wurde alles geboten. Als interkulturelles Schmankerl wurde zwischendurch Mozarts »Türkischer Marsch« vorgetragen. Außerdem sang der syrische Sänger Riad Al Sawah ein arabisches Lied.

In der zweiten Hälfte des Konzerts stand Weltmusik auf dem Programm. Die Gießener Gruppe Poco Piu war in großer Besetzung als Quartett gekommen mit Cordula Poos an der Harfe, Markus Reich an den Percussion-Instrumenten, Hans Kreuzinger am Saxofon und Nicole Badila am Bass. Die vier hatten ein buntes Spektrum an Stücken aus aller Welt mitgebracht. HipHop und Harfe harmonierten hervorragend. Wütende Textzeilen auf Portugiesisch kamen hauchzart gesungen daher, und bei jedem Stück kam ein anderes Instrument zur Geltung. Das Publikum ließ sich von der Spielfreude mitreißen und ging mit ihnen gemeinsam auf musikalische Weltreise.



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