25. Juni 2017, 19:08 Uhr

Komm Abi, wir gehen

25. Juni 2017, 19:08 Uhr
Stefan_Schaal
Von Stefan Schaal
Haben ihr Abi mit 1,6 abgeschlossen: Alina Brandt, Julia Frank und Cora Heilenz (v.l.)

Die Aliceschule hat am Samstagabend 60 Abiturienten verabschiedet. »Ihr könnt stolz auf euch sein«, hob Schulleiterin Martina Röder hervor – und attestierte den Abgängern eine hohe Verantwortung.

»Ihr entscheidet nicht nur über euren eigenen Lebensweg«, betonte Röder. Denn die Abiturienten und ihre Generation »bestimmen auch das zukünftige Zusammenleben in eurer Gesellschaft. Es geht darum, wie ihr euch einbringt.« Mit einem Augenzwinkern appellierte sie außerdem an die Absolventen: »Seid erfolgreich. Denkt an meine Rente.«

Die Schule verabschiede den ersten Jahrgang, der den Abistreich noch vor dem abgeschlossenen Teil der Prüfungen durchgeführt habe, erzählte Röder schmunzelnd. Die Absolventen seien außerdem sehr diskussionsfreudig gewesen, hielt die Schulleiterin fest. Nach Veröffentlichung des Zeitplans der Prüfungen hätten die Abiturienten noch einmal über den Plan diskutieren wollen. »Weil man das lange Wochenende davor doch noch feiern wollte.«

Abistreich in Prüfungsphase

Den Absolventen gab sie mit auf den Weg: »Denkt nicht in Schubladen. Denkt nicht nur in Karrierefragen.« Anknüpfend an ein aktuelles Lied von Adel Tawil betonte sie, es gebe nur eine Welt und eine Heimat. »Schnappt sie euch.« Die Schulleiterin erinnerte an das Brettspiel »Spiel des Lebens«, in dem die Bereiche Karriere, Heirat und Hauskauf ausschlaggebend sind. »Am Ende entscheidet sich das Spiel nicht mehr nach dem, was man an Bargeld aufweisen kann. Sondern auch andere Werte, Lebensleistungen zählen.«

Die Absolventen feierten ihren Abschluss am Schlosspark in Großen-Buseck. »Nach all dem Stress, den hitzigen Argumentationen, aber auch dem ein oder anderen Lachkrampf heißt es nun endlich: Komm Abi, wir gehen«, sagte die Abiturientin Nele Barnusch in der Eröffnungsrede der Feier. Bisher sei der Weg der Absolventen weitgehend vorgegeben gewesen, betonte sie. Die Zeit mit Brustbeutel, Pausenbrötchen und Hausaufgabenheft sei aber vorbei. Nun müsse und könne man selbst entscheiden, wie man sein Leben gestalte. »Jetzt sind wir wie ein Wanderer, der die erste Etappe seines Weges geschafft hat und nun an einer Kreuzung steht. « Die Möglichkeiten seien unendlich »Wollen wir Abenteuer, dann ziehen wir die Schuhe aus und laufen barfuß über den felsigen Grund und warten einfach ab, wohin unsere Füße uns tragen.«

Hausaufgabenheft Vergangenheit

Gelernt hätten die Abiturienten insbesondere, »dass wir gemeinsam stärker sind als alleine«, betonte Barnusch. Dank richtete sie an Schulleitung, Lehrer und Tutoren, aber vor allem an Familie und Freunden, die vor allem in den Monaten der Prüfungen »beflügelt und geholfen« hätten. »Ohne sie wären wir viel unsicherer und ängstlicher gewesen.« Den anderen Abiturienten rief sie zu: »Zieht eure Siebenmeilenstiefel an und geht los. Gestaltet eure Reise für euch: interessant, sehenswert und voller wundervoller Augenblicke.«

Der Notendurchschnitt des Jahrgangs liegt bei 2,63. Jahrgangsbester ist Jonathan Lopez-Castillo, der eine 1,5 im Abschlusszeugnis stehen hat. Über einen Durchschnitt von 1,6 freuen sich Cora Heilenz, Julia Frank und Alina Brandt. (Foto: srs)



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