23. August 2010, 17:42 Uhr

Kleingarten-Konzert von Tapet bei den Gartenfreunden Waldbrunnenweg

Langsam neigte sich am Freitag die Sonne über der Kleingartenkolonie »Gartenfreunde Waldbrunnenweg«. Bratwurstduft lag in der Luft, und die Stimmung unter den etwa 50 Gästen an den voll besetzten Tischen war ausgelassen. Fast hätte man meinen können, dass dieses Panorama alltägliches Leben in der Kolonie abbildet. Doch etwas war an diesem Abend anders als sonst. Denn auf der Wiese vor den Tischen hatte die heimische Band Tapet ihre Bühne gefunden.
23. August 2010, 17:42 Uhr
Boten ein schönes Konzerterlebnis: Manuela Weichenrieder und Schlagzeuger Herk Röpe. (Foto: olz)

Im Rahmen der Reihe »Kunst sucht neue Räume«, die die Gruppe gemeinsam mit dem städtischen Kulturamt ins Leben gerufen hat, gastierten die Künstler zum sechsten Konzert an einem ungewöhnlichen Ort: bei den Kleingartenfreunden. Die zeigten sich angetan von der Darbietung der Musiker um Sängerin Manuela Weichenrieder, deren Auftritt im Kontext des »Mittelhessischen Kultursommers 2010« stand. Zwei Stunden lang boten die vier dem Publikum ein gelungenes Konzert und wurden immer wieder mit Applaus bedacht.

Diese Musik, mit der die Band die Atmosphäre des Ortes aufgreifen und reflektieren wollte, machte richtig Laune, auch deshalb, weil sie äußerst vielseitig ist. In den Eigenkompositionen, die »Ziel«, »Glück« oder »Abschiedsglück« heißen, finden sich neben Chanson-, Jazz- und Folkelementen auch Popeinflüsse. Sie gehen nicht nur direkt ins Blut, sondern regen auch zum Nachdenken an. Verwundern kann das nicht, denn Tapet sind Könner. Mit ihrer warmen und facettenreichen Stimme lässt Weichenrieder ihre Zuhörer tief in das Eigenleben der experimentierfreudigen Songs eintauchen. Heimischen Kulturfreunden dürfte die Sängerin, die die Lieder der Gruppe gelegentlich auf ihrer Melodika begleitete, unter anderem durch ihre Arbeit für die Kümmerei oder ihre Auftritte mit der heimischen Formation Conjunto Creolo bekannt sein.

Mit wirbelnden Trommelstöcken steuerte Komponist, Texter und Schlagzeuger Herk Röpe temperamentvolle Beats zum Tapet-Sound bei, den Kuno Wagner, der an der Frankfurter Musikwerkstatt studiert hat, stimmungsvoll an der Gitarre begleitete. Vervollständigt wurde das Ensemble von Evelyn Helbig, die unter anderem ein Studium am Richard-Strauss-Konservatorium in München absolviert hat. Ihre Klavierklänge rundeten die Musik der Gruppe ab.

Insgesamt ein gelungener Abend, der hoffen lässt, dass die Kleingartenkolonie ihre Pforten in Zukunft öfter für heimische Künstler öffnen wird.

Stephan Scholz

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