01. August 2018, 19:00 Uhr

Lieblingsplatz

Kleine Oase am Anlagenring

Ob als Entspannungsoase, Partylocation oder Meerschweinchenweide - mit seinem Garten an der Nordanlage hat sich Christian Kaiser ein kleines Paradies geschaffen.
01. August 2018, 19:00 Uhr
Ob als Entspannungsoase, Partylocation oder Meerschweinchenweide: Christian Kaiser liebt seinen Garten an der Nordanlage. (Foto: edg)

Das leise Plätschern eines Miniteichs, das Rascheln einer Amsel im Gebüsch und das Summen der Bienen am Insektenhotel – so klingt der Garten von Christian Kaiser. Das idyllische Stück Natur versteckt sich hinter Efeu, Büschen und Bäumen rund um ein Häuschen an der Nordanlage. »Es ist eine kleine Oase mitten in der Stadt«, sagt Kaiser. Er sitzt im Schatten an einem Holztisch. »Von hier aus sind so gut wie immer Tiere zu beobachten.« Und nicht nur Grünfinken, Rotkehlchen, Eichhörnchen, Igel, Hummeln und Co. finden einen wirtlichen Rückzugsort im Grünen.

Wenn das Wetter stimmt, spielt sich unser Leben im Garten ab

Christian Kaiser

»Wenn das Wetter stimmt, spielt sich unser Leben im Garten ab«, sagt er. Morgens im Grünen Kaffee trinken, abends mit Freunden draußen sitzen, Gewürze fürs Essen pflücken und dazu die Meerschweinchen im Gras weiden lassen. Seit zehn Jahren lebt der 42-Jährige mit seinem Freund in der Nordstadt und hat den Garten Stück für Stück umgestaltet.

Topf an Topf reihen sich Rosen an Erdbeeren, Salbei und viele andere Pflanzen. »Von den ersten Krokussen bis zu den letzten Dahlien blüht immer irgendwo ein bunter Akzent«, sagt der Pädagoge. Dazwischen gibt es einiges zu entdecken, etwa eine kleine Buddhastatue, eine Fliegenskulptur oder ein Mobile aus Steinen. Sogar ein Strandkorb und Treibgut vom Strand der Toskana sind im Garten untergebracht und sorgen für Urlaubsgefühle. Ebenso wie mediterrane Kacheln, die er aus den Ferien, etwa in Kreta oder Florenz, mitgebracht hat.

 
Fotostrecke: Kaisers Lieblingsplatz

Gartenparty mit Glühwein

Eine Pflanze ist Kaiser ganz besonders ans Herz gewachsen: Eine 3,50 Meter große Phoenixpalme. »Ich habe sie gekauft, als sie etwa 30 Zentimeter groß war«, erzählt er. »Seit 30 Jahren ist sie überall mit mir hingezogen.« Mittlerweile ist die Palme jedoch so groß gewachsen, dass sie zum Überwintern nicht mehr in den Keller passt. Deshalb muss sie die kalte Jahreszeit in einem Gewächshaus im Schiffenberger Tal verbringen. Die aktuellen Temperaturen bescheren allerdings ganz andere Aufgaben: Täglich mindestens 30 Minuten bewässern. Nicht nur deshalb hängt neben der Terrassentür wohl das Schild mit dem Spruch: »Das Schönste an der Gartenarbeit ist das Gießen«.

In Kaisers Freundeskreis sind seine regelmäßigen Gartenpartys eine Institution. Im Frühjahr gibt es Ostereier, Süßes und Sekt – im Winter Weihnachtsmarkt-Feeling bei Glühwein und Lebkuchen. Dazu werden stets Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Einen ganz besonderen Wunsch möchte er sich im Garten irgendwann erfüllen: »Zur Vollendung fehlt mir nur noch ein kleiner Pool.« Dann wird vielleicht eine neue regelmäßige Feier eingeführt: Die Pool-Party.

 

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