15. August 2019, 22:32 Uhr

Jubiläumsprogramm ist da

15. August 2019, 22:32 Uhr
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Von Dagmar Hinterlang
Astrid Eibelshäuser, Waltraud Burger, Christos Hilk, Birgit Lesch-König, Florian Rüther und eine Praktikantin mit dem neuen Programm. (Foto: hin)

»Von analog bis digital« steht über dem Programm der Volkshochschule (VHS) zum Herbst/Winter 2019. Entsprechend breit gefächert ist das Angebot. Bei einem Pressegespräch stellten Stadträtin Astrid Eibelshäuser, VHS-Leiterin Waltraud Burger und die Fachbereichsleiter das umfangreiche Kursprogramm vor. »100 Jahre Volkshochschule« hat nicht nur inhaltlich Neues zu bieten, denn auch das Gebäude in der Fröbelstraße wurde etwas aufgehübscht. Das Farbschema reicht von Taubenblau bis Maiglöckchengrün. Helles, zum Teil dimmbares Licht ermöglicht ein entspanntes Arbeiten, und auch der Eingangsbereich soll den aktuellen Erfordernissen angepasst werden.

Das Planangebot für das 2. Semester 2019 umfasst 449 Kurse mit 17 692 Stunden. Hinzu kommen 80 Stunden, die sich nach Prüfungen (allein 70 Stunden), Vorträgen, Informationsveranstaltungen und Exkursionen unterteilen. Bei einer »Langen Nacht der VHS« am 20. September wird Gelegenheit sein, in viele der Kurse hineinzuschnuppern, berichtete Burger.

In Kooperation mit dem Oberhessischen Museum wird es ein länderkundliches Angebot geben, daneben Verschiedenes zur Stadt- und Regionalgeschichte. Der Goldschmiedekurs wird fortgesetzt, ein Kunstkurs für Eltern und behinderte Kinder etabliert. Im Herbst geht es per Rad an die Mosel. Am 15. November ist ein Festakt zu »100 Jahre Volkshochschule« geplant.

Stadträtin Eibelshäuser betonte die zunehmende Bedeutung von Spracherwerb für die berufliche Integration. Darauf hat sich die VHS eingestellt. Unter anderem verknüpft sie Deutschkurse mit dem Besuch von wichtigen Einrichtungen in Gießen, wie Birgit Lesch-König berichtete. In Kooperation mit ZAUG gibt es kostenlose Nachhilfe. Ein Programm des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge qualifiziert Lehrkräfte für den Unterricht mit traumatisierten Menschen. Neu ist ein Schauspielkurs in der Justizvollzugsanstalt. Christos Hilk informierte über »Deutsch für den Beruf«. Betriebsbesichtigungen verhelfen dazu, Arbeitsabläufe und den Arbeitsalltag kennenzulernen.

Fit für die Prüfung nennt sich ein Kurs, mit dem fachlich und mental auf Prüfungen vorbereitet wird. »Brücken in die frühpädagogische Arbeit« überschreibt sich ein Programm, das zur Berufstätigkeit in der Kindertagespflege qualifiziert.

Gießen ist Universitätsstadt. Insofern gibt es einen Sprachkurs speziell für Studierende, außerdem, wie Florian Rüther informierte, eine Studiengangberatung, die noch vor der Studienberatung von Universität und THM ansetzt. Knigge-Basics befasst sich mit modernen Umgangsformen. Bei der Langen Nacht der VHS gibt es einen Schnupperkurs in »Hardrock-Zumba« und in Kinesiotaping. Das Programm der VHS liegt an allen bekannten Stellen aus. Noch nicht im Heft enthalten ist das Funkkolleg Ernährung, das am 2. November startet. Wissenschaftlich begleitet wird es vom Institut für Ernährungswissenschaften der Justus-Liebig-Universität.



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