03. Juni 2019, 06:00 Uhr

Ostschule

»Interimsschule« für 20 Klassen

Bagger, Bauzäune, Erdhügel: Auf der großen Baustelle im Westen des Schulgeländes der Ostschule laufen Vorbereitungsarbeiten für den Beginn der Sanierung und der Erweiterung.
03. Juni 2019, 06:00 Uhr
Auf Hochtouren laufen die Vorbereitungen an der Ostschule. Die Aufstellung der Schulcontainer soll im Oktober beginnen. (Foto: Schepp)

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Im Fall der aktuellen Planungen für die Gesamtschule Gießen-Ost ist diese Redewendung eher noch untertrieben. Rund 7,2 Millionen Euro sind zu Jahresbeginn allein für den ersten Bauabschnitt der Sanierung bewilligt worden. Wie mehrfach berichtet, soll die integrierte Gesamtschule komplett neu gestaltet werden. Etwa zehn Jahre werden für Um- und Neubauten bei laufendem Betrieb veranschlagt. »Alle Ketten müssen so ineinander greifen, dass es zu einem zügigen Baufortschritt kommt«, sagt Stadträtin Astrid Eibelshäuser im Gespräch mit dieser Zeitung. Wie diese Koordination in den kommenden Monaten aussehen soll, erläuterten GGO-Leiter Dr. Frank Reuber gemeinsam mit Katja Buß und Jörn Horn vom städtischen Hochbauamt.

Mit den Arbeiten im Osttrakt als erstem Bauabschnitt soll Ende des Jahres begonnen werden. Bis dahin müssen allerdings Container stehen, die von Stadt und GGO als »Interimsschule« bezeichnet werden. Zudem erhält die angrenzende Korczak-Schule, deren Klassen bisher ihr Mittagessen im GGO-Osttrakt einnehmen, eine neue Mensa (siehe Kasten). Kanal, Wasser und Fernwärme werden nicht nur für die Interimsschule mit ihren 20 Klassenräumen verlegt, auch in Teilen des Schulzentrums Ost wird das Kanalnetz saniert, weil es in der Vergangenheit bei Starkregen immer wieder Wasser in die Räume eingedrungen ist.

Neue Mensa für Korczak-Schule

Im Dezember sollen die neue Korczak-Mensa und die Interimsschule in Betrieb genommen werden, anschließend beginnt die Sanierung des Osttrakts, der eine Bruttogeschossfläche von 4000 Quadratmetern aufweist. »Wir wollen einen fließenden Übergang«, unterstreicht Horn. Kosten und endgültige Gestaltungsdetails der Interimsschule stehen noch nicht fest. »Die Angebote sind eingegangen, aber noch nicht endgültig ausgewertet«, beschreibt Eibelshäuser den Stand des Verfahrens. Klar ist allerdings, dass Qualität bei der Schulraumlösung auf Zeit im Vordergrund steht. »Von den zur Verfügung stehenden Optionen haben wir die höchste Stufe ausgewählt«, bekräftigen die Vertreter des Hochbauamts. Beheizt werden die in Modulbauweise errichteten Räume beispielsweise mit Fernwärme statt mit Strom. Es wird einen mit einer Segelkonstruktion überdachten Pausenhof geben. Auch Direktor Reuber bescheinigt der Stadt, durchdachte Lösungen zu schaffen, »mit denen wir unsere pädagogische Arbeit so fortsetzen können wie bisher«. Die Interimsschule mit einer Fläche von 2100 Quadratmetern soll ab Dezember von den Klassen 9, 10 und 11 besucht werden, die Klassen 5 bis 8 werden im Mitteltrakt und im östlichen Bereich der Schule untergebracht und die Oberstufe bleibt im hinteren Teil von Gebäude B (Korczak-Schule).

Nach derzeitiger Planung soll der sanierte Osttrakt nach den Sommerferien 2021 wieder genutzt werden, als nächster Bauabschnitt ist dann ein Neubau im Südwesten des Schulgeländes vorgesehen. Dafür sind allerdings die Architektenplanungen noch nicht abgeschlossen. Notwendig ist zudem ein Projektbeschluss des Stadtparlaments.

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