13. September 2019, 22:11 Uhr

Integrationslotsen gesucht

13. September 2019, 22:11 Uhr
Stadträtin Eibelshäuser (r.), Sönke Müller (l.) und Tarik Mouhib informieren über Integrationslosten. (Foto: ige)

Wer als Flüchtling in Deutschland ankommt, findet sich in einer für ihn völlig fremden Welt wieder. Neue Sprache, neue Kultur, andere Rechte, andere Pflichten. Krankensystem, Schulsystem, all das ist völlig anders als gewohnt. Und nun wird gefordert, sich schnell in die neue Gesellschaft einzufügen, zu »integrieren«. Integration, das ist das große Schlagwort.

Doch in Gießen bahnt sich nun Licht in dieses vermeintliche Gewirr des Neuen und Fremden. Spezielle Lotsen sollen helfen, alle Angekommenen bei der Integration zu unterstützen. Integrationslotsen sind bisher noch relativ unbekannt. Diese Ehrenamtlichen begleiten gegen eine geringe Aufwandsentschädigung, mit denen ihre Tätigkeit gewürdigt werden soll, Menschen anderer Nationalitäten in deren Lebenslagen durch ihnen fremde Situationen und helfen beim Ankommen.

Im Rathaus erläuterten Stadträtin Astrid Eibelshäuser, Tarik Mouhib als Fallmanager für Geflüchtete beim Büro für Integration sowie Sönke Müller als Geschäftsführer des Freiwilligenzentrums für Stadt und Landkreis dieses Kooperationsprojekt.

Dabei sein als Integrationslotse kann, wer gerne mit Vereinen, Beratungsstellen und anderen Institutionen zusammenarbeitet. Auf gutem Niveau muss die deutsche Sprache verstanden und gesprochen werden. Voraussetzung ist ferner, selbst Migrationserfahrung oder einen Migrationshintergrund zu besitzen und Hilfe zur Selbsthilfe auf zuverlässiger Weise und vertraulicher Ebene leisten zu können.

Wer Integrationslotse werden möchte, kann sich zu einem Infotreffen am Donnerstag, 26. September anmelden unter Tel. 06 41/3 06-22 58 oder -10 84. Integrationslotse kann werden, wer sich in 20 Unterrichtseinheiten an einer Qualifizierung bzw. Weiterbildung auf die Rolle und die Tätigkeiten vorbereitet lässt. Inhalte sind Kennenlernen, Teambuilding und die eigene Integrationsgeschichte reflektieren, die Aufgaben und der Ablauf der Lotsentätigkeit. Schwerpunkte bilden zu einem die schulische Bildung und begleitende Angebote, der Zugang zu unserem Gesundheitssystem sowie die Leistungsansprüche in unserem Sozialsystem. Die Einsatzfelder werden den künftigen Integrationslotsen vorgestellt und alle Migrationsberatungsstellen ihnen vertraut gemacht. Erster Schulungstermin ist der 18. Oktober. Mitte November wird die Basisqualifizierung nach fünf Terminen mit fünf inhaltlichen Schwerpunkten beendet sein.

Mit dem Abschluss erhalten Integrationslotsen ein offizielles Zertifikat. Organisiert wird das Projekt vom Freiwilligenzentrum für Stadt und Landkreis in Kooperation mit dem Integrationsbüro der Stadt, die beide auch für die Weiterbildung, Betreuung und Begleitung der Integrationslotsen zuständig sind. Migrationsberatungsstellen in der Stadt unterstützen die Integrationslotsen beim Einsatz. Gefördert wird das Projekt vom Land Hessen.

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