08. Dezember 2017, 20:17 Uhr

Innenstadt-Schulen wollen neue Sporthalle

08. Dezember 2017, 20:17 Uhr
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Von Armin Pfannmüller , 1 Kommentar

Entscheidungen über Investitionen an Schulen zogen sich durch die Tagesordnung des parlamentarischen Schul- und Kulturausschusses am Donnerstag. Bei der Diskussion über den zweiten Teil des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP), mit dem in Gießen 17,8 Millionen Euro in die Schulinfrastruktur investiert werden, (die GAZ berichtete ausführlich), gab es Kritik daran, dass bestimmte Vorhaben nicht im Programm berücksichtigt sind. »Warum wird die Halle an der Wirtschaftsschule am Oswaldsgarten nicht in eine Drei-Felder-Sporthalle umgewandelt?«, wollte Manuela Giorgis (FDP) wissen. Stadträtin Astrid Eibelshäuser (SPD) bestätigte zunächst, dass Max-Weber-, Ricarda-Huch-Schule und die WSO sich für den Neubau einer Drei-Felder-Sporthalle zur gemeinsamen Nutzung ausgesprochen haben. Die Kosten liegen nach der aktuellen Planung bei 5,5 Millionen Euro. »Das Projekt steht auf der Liste«, sagte die Dezernentin. Sie gehe davon aus, dass in den kommenden Jahren ein weiteres Investitionsprogramm für Schulen aufgelegt werde. Ähnlich äußerte sich Christine Wagener. »Wir haben eine kluge Auswahl getroffen«, sagte die CDU-Politikerin zu den Projekten, die bis 2022 abgeschlossen sein müssen. Man könne die jetzt bewilligte Fördersumme nur einmal ausgeben.

Warten auf Bundesmittel

Wie hoch die Bundesmittel sind, mit denen die Gießener Schulen eine eigene IT-Strategie umsetzen können, ist dagegen noch nicht bekannt. Eibelshäuser erinnerte an den Ende 2016 vom Bundesbildungsministerium ausgerufenen Digitalpakt. Die Schulen der Stadt erstellten seit dem Frühjahr dieses Jahres in Kooperation mit der »ifib-consult« in mehreren Schritten einen Medienentwicklungsplan (die GAZ berichtete). Dazu habe es einen Online-Fragebogen sowie drei ganztägige Workshops mit allen Gießener Schulen gegeben. In dem Entwicklungsplan sollen etwa bestimmte Ausstattungsintervalle und die Priorität der weiteren Ausstattung definiert werden. »Ich gehe davon aus, dass wir den Plan im April dem Stadtparlament vorlegen und dann Gewissheit über die Höhe der Bundesmittel haben«, sagte die Dezernentin.

Dass bisher an sechs Schulen WLAN-Lösungen in Klassenräumem umgesetzt werden, geht aus einer Antwort auf eine entsprechende FDP-Anfrage hervor. Es gebe allerdings deutlich mehr Räume, die per Kabel vernetzt seien, ergänzte Eibelshäuser, die darauf verwies, dass für eine Installation mit WLAN die Zustimmung aller Gremien der Schule notwendig sei.

Infos über Stolpersteine

Wie bei allen Anträgen gab es zu Beginn der Sitzung auch für das neu formulierte Anliegen der Linken zu Informationen über die Verlegung von Stolpersteinen einmütige Zustimmung. Martina Lennartz hatte dafür geworben, die Öffentlichkeit über die mittlerweile 154 verlegten Stolpersteine per Internet und mit Faltblättern zu informieren.

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