18. März 2019, 21:57 Uhr

Immer im Dienst des Gemeinwohls

18. März 2019, 21:57 Uhr
LWG
Ministerpräsident Bouffier (r.) bedankt sich bei Club-Präsident Dirk Mühlich für das soziale Engagement des Rotary Clubs Gießen Altes Schloss. (Foto: lwg)

Vor 41 Jahren koppelte sich der Rotary Club Gießen-Altes Schloss mit 22 Mitgliedern vom RC Gießen ab. Im Jahr 1979 folgte dann die offizielle Aufnahme – was als Charter bezeichnet wird – in den internationalen Rotary Club. Seitdem konnten etwa 3000 Impfdosen gegen Kinderlähmung verteilt, ein Spielplatz an der Lahn ermöglicht und bedürftigen Kindern nach dem Tsunami in Thailand geholfen werden.

Bei der Charterfeier im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität moderierten die beiden Rotarier Heinz-Jörg Ebert und Dr. Lars Witteck charmant durch den Abend, während das Ensemble der Liebigschule den Festakt musikalisch untermalte. Außerdem sorgte Poetry-Slammer Lars Ruppel mit seiner »Poesie der Freundschaft« für gelöste Stimmung.

Engagement gegen Kinderlähmung

Mit Blick in die Zukunft verkündete Club-Präsident Dirk Mühlich, dass man den rotarischen Gedanken bewahren wolle, indem man auch weiterhin Freundschaften pflege und »im Dienst des Gemeinwohls« handle. Für das ehrenamtliche Engagement der 60 Mitglieder des RC Gießen-Altes Schloss bedankte sich neben Susanne Kraus, Kanzlerin der Justus-Liebig-Universität, auch Ministerpräsident Volker Bouffier.

Auf einer gedanklichen Reise durch die Geschichte Gießens erzählte der CDU-Ministerpräsident von der damaligen Diskussion über den Wiederaufbau des Alten Schlosses. Er freue sich umso mehr, dass dort ein »Platz für gesellschaftliches Leben« entstanden sei. Die Gemeinwohlverpflichtung der Rotary Clubs sei nicht selbstverständlich, aber unverzichtbar. »Sie machen aus einer Gesellschaft eine Gemeinschaft«, resümierte Bouffier und würdigte die Verdienste des RC mit einer Urkunde sowie einer Spende.

Anregungen für weitere Projekte lieferte Reinhard Hüttl. Er ist nicht nur Vorstandsmitglied des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam, sondern stand im wissenschaftlichen Gremium auch der Bundesregierung in Fragen des Klimawandels und moderner Energieerzeugung zur Seite. In seinem Vortrag »Unser Planet Erde« beleuchtete er unter anderem anthropogene Auswirkungen auf die Erderwärmung.

Zwar seien Klimaschwankungen ein natürlicher und immer wiederkehrender Prozess, trotzdem lasse sich nicht leugnen, dass der Mensch die Erde »teilweise übernutzt«, urteilte Hüttl. Deswegen seien politische Maßnahmen gefordert, die sich auch mit »regionalen Anpassungen« auseinandersetzen und hin zu einem »System Erde-Mensch« führen, sagte der Referent.

Die Rotary Clubs sind ein globales Netzwerk, das sich im lokalen Umfeld sowie durch internationale humanitäre Hilfsprojekte wie »End Polio Now« gegen Kinderlähmung einsetzt. Derzeit werden deutschlandweit Kunststoffdeckel von Flaschen gesammelt, die Impfungen gegen Kinderlähmung finanzieren können. Weltweit ist das Netzwerk mit 1,2 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern vertreten. In Deutschland gehören rund 53 000 Mitglieder zu 1000 Rotary Clubs.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Armut bei Kindern
  • Aufnahmen
  • Gemeinwohl
  • Gießen
  • Heinz-Jörg Ebert
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Kinderlähmung
  • Mitglieder
  • Tsunamis
  • Volker Bouffier
  • Gießen
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen