Stadt Gießen

Hymnischer Höhepunkt des Jahres

Für viele Fans hymnisch-mittelalterlicher Klänge ist sie längst ein Fixpunkt zum Jahresende geworden: Die »Eisheilige Nacht«, eine Konzerttournee mit diesmal neun Auftrittsorten, machte am Freitag wie gewohnt in Gießen Station und zog viele Musikhungrige in die Hessenhallen.
26. Dezember 2017, 21:23 Uhr
Jonas Wissner
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»Subway to Sally« mit Frontmann Eric Fish begeistern das Hessenhallen-Publikum. (Foto: jwr)

Für viele Fans hymnisch-mittelalterlicher Klänge ist sie längst ein Fixpunkt zum Jahresende geworden: Die »Eisheilige Nacht«, eine Konzerttournee mit diesmal neun Auftrittsorten, machte am Freitag wie gewohnt in Gießen Station und zog viele Musikhungrige in die Hessenhallen.

Den Anfang machten vor dicht gedrängtem Publikum »Mr. Hurley & die Pulveraffen« aus Osnabrück mit tanzbarem Folk, gefolgt von der Nürnberger Band »Feuerschwanz«, die deftigen Mittelalter-Rock zum Besten gab. Im Anschluss standen »Mono Inc« auf der Hessenhallen-Bühne. Die Hamburger waren bereits 2009 als Vorband mit »Subway to Sally« auf Tour. Mit dunklen, aber gleichfalls melodischen Rock-Klängen sorgten sie für Stimmung, brachten unter anderem eine Version des Rock-Klassikers »After the War« (Gary Moore) zu Gehör.

Alle Bands wurden mit dankbarem Applaus bedacht, doch viele Zuhörer tummelten sich zunächst in der Schlange am Bratwurst-Imbiss oder an den Merchandising-Ständen im Foyer. Das Highlight zu später Stunde dürfte für die meisten jene Band gewesen sein, die die »Eisheilige Nacht« vor neun Jahren ins Leben gerufen hatte und deren oft düstere, gleichfalls hymnische Songs irgendwo zwischen Folk und Metal stilprägend für den Mittelalter-Rock waren und sind: »Subway to Sally« um Frontman Eric Fish begeisterten bei frühlingshaften Temperaturen in dieser »Eisheiligen Nacht«.

Welche Musikgenres am Freitagabend vertreten waren, darauf gaben nicht zuletzt die vielfältigen Outfits der Gäste in den Hessenhallen Hinweise: Schwarz war die vorherrschende Bekleidungsfarbe, lange Ledermäntel, mit Bandnamen bestickte Kutten, Stiefel und auch mittelalterlich anmutende Gewandungen waren allenthalben zu sehen, hier und dort auch ein Schottenrock. Viele Fans der kamen mit Tourshirts ihrer Lieblingsbands, auch T-Shirts vom Metal-Festival in Wacken standen hoch im Kurs. Von der Popularität dieses musikalischen Szenetreffens ist die »Eisheilige Nacht« freilich noch weit entfernt. Doch für viele ist das Event unter dem Metalldach der Hessenhallen längst ein übers Jahr ersehnter Höhepunkt geworden. Auch 2018 soll es wieder eine Auflage der winterlichen Tour geben, dann unter anderem mit »Versengold«.

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