28. Dezember 2017, 20:10 Uhr

Hommage an George Michael

Der Mann mit Lederjacke und Gitarre legte den Grundstein für Tom Pfeiffers musikalische Karriere. Fast genau ein Jahr nach dem Tod von George Michael feiert Pfeiffer sein musikalisches Idol in der Kongresshalle.
28. Dezember 2017, 20:10 Uhr
Für Tom Pfeiffer war George Michael »der Größte«. (Foto: Friedrich)

Für Tom Pfeiffer ging am Mittwochabend ein Wunsch in Erfüllung. Seit über 20 Jahren träumte er davon, ein Konzert mit den Hits und Balladen von George Michael zu realisieren. Nun war es so weit: In einer fast dreistündigen Veranstaltung präsentierte er in großer Besetzung mit Band, Streichern, Bläsern und Chor eine sehr persönliche Hommage an »den Größten«, wie Pfeiffer sagt. Ein Konzertbesuch in den späten 1980er Jahren beeindruckte ihn so sehr, dass George Michael fortan sein ganzes musikalisches Leben begleitete.

Dass der fast auf den Tag genau vor einem Jahr verstorbene Künstler nicht nur Pfeiffer imponierte, zeigte sich am gemischten Publikum – über alle Altersstufen hinweg – in der voll besetzten Kongresshalle. Basis des Abends war das legendäre MTV-unplugged-Konzert des britischen Komponisten und Sängers aus dem Jahr 1996.

Pfeiffer eröffnete den Abend mit »Tonight«. Gemeinsam mit den Streichern und Bläsern, begleitet von Christian Krauß am Piano, stimmte die Ballade in den überwiegend ruhigen Abend ein. Krauß war zugleich der musikalische Kopf des Projekts, das er ein Jahr lang vorbereitet hatte.

Gänsehautmomente mit Chor

Gänsehaut bescherte der Song »One more try« in einer Gospel-Version. Die Chor-Stimmen der »Gruppe Heinrich« brachten die Ballade besonders zur Geltung. Mit viel Emotion sang Pfeiffer auch das Beatles-Stück »The long and winding road«, den George Michael im Jahr 1999 gecovert hat.

Wie viele der Balladen drehte sich auch der Softrocksong »A different Corner«, den Michael zu Wham!-Zeiten schrieb, um Liebe und Herzschmerz. Michael selbst soll gesagt haben, dass dieses Lied der Klang eines Mannes sei, dessen Herz gebrochen ist.

Immer wieder zückten die Konzertbesucher ihre Smartphones für Videomitschnitte. Sie genossen den Song »Something to save« so sehr, dass sie mit dem Beifall warteten, bis der letzte Ton verhallte – auch zum Erstaunen von Pfeiffer. Vor der Pause trug er »I can’t make you love me« vor. Ein Lied, bei dem sich für ihn »Himmel und Erde berühren«, das ihn sehr beeindruckt hat, als er es zum ersten Mal hörte.

Nach der Pause ging ein begeistertes Raunen durch den Saal, als Pfeiffer »Don’t let the sun go down on me« anstimmte. Er sang das Duett mit dem Gitarristen Nick Ramshaw, wofür die beiden Standing Ovations erhielten. Während des Stücks »I believe (when I fall in love)«, im Original von Stevie Wonder, konnten die einzelnen Musiker ihr Können in Soli unter Beweis stellen.

Natürlich durfte an diesem Abend – ein Tag nach Weihnachten – der Wham!-Klassiker »Last Christmas« nicht fehlen.

Bei einem Glas Sekt nach dem Konzert und im Gespräch mit den Musikern konnte der Abend entspannt ausklingen. Der Erlös des Konzerts ging an den Verein »Drei Stimmen hilft«.

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