30. Juli 2018, 22:04 Uhr

Hier wird Geschichte lebendig

30. Juli 2018, 22:04 Uhr
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Aus der Redaktion
Spielszene aus »Kleine Frau – was nun?«

Gießen (pm). 1918: Der erste Weltkrieg ist für Deutschland verloren. Der Kaiser dankt ab. In Berlin wird die Republik ausgerufen: Mit der Einführung der ersten Demokratie wird in Deutschland in gewisser Weise alles auf Anfang gesetzt. Dem deutschen Schicksalsjahr widmet das Chawwerusch-Ensemble seine Revue »Kleine Frau – was nun – Der Weg in die Weimarer Republik« mit dem es am Freitag, 10. August, auf Einladung des Gießener Vereins KulTour2000 auf dem Schiffenberg gastiert. Beginn ist um 20 Uhr.

»Kleine Frau – was nun?« zeigt, welche vielfältigen Möglichkeiten sich heute vor 100 Jahren auf nahezu allen Gebieten ergaben: Politik, Rechtsprechung, Arbeitswelt, Malerei, Theater, Musik, Film- und Unterhaltungskunst. Das Stück (Buch und Regie: Walter Menzlaw) beschäftigt sich mit dem Beginn der Weimarer Republik und den überwiegend positiven Errungenschaften der ersten deutschen Demokratie. Und darum geht es: Luises Verlobter Frieder kommt nicht aus dem Krieg zurück. Als die Franzosen die Pfalz besetzen, ereignet sich bei einer Rangelei ein Unglück. Hals über Kopf muss Luise nach Berlin fliehen. Fasziniert betrachtet das recht unerfahrene Fräulein aus der Provinz die Großstadt Berlin. Sie gerät auf der Straße zwischen die Fronten politischer Auseinandersetzungen und erlebt den Anfang der deutschen Demokratie. Luise darf erstmals als Frau wählen gehen und obendrein gibt es für sie geregelte Arbeitszeiten, einen Achtstundentag, ja sogar Freizeit und sie staunt über das Aufblühen der Kultur und politische Neuerungen.

Das Freilichttheaterstück spielt mit vielfältigen Darstellungsformen wie mit Formen des epischen Theaters, Stummfilm- und Revueelementen, Musik, Songs in der Ästhetik der Zwanzigerjahre.

Mitglieder von KulTour2000 zahlen wie immer keinen Eintritt. Gäste können Karten für 20 Euro erwerben. Karten sind per E-Mail bei info@kultour2000.de oder an der Abendkasse erhältlich. Schüler und Studierende zahlen 15 Euro. (Foto: pm)



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