20. April 2018, 21:37 Uhr

Harald Wolff wird Chefdramaturg

20. April 2018, 21:37 Uhr
Harald Wolff

Gießen (pm). Das Stadttheater freut sich, zur Spielzeit 2018/19 zwei neue Leitungsmitglieder im Schauspiel begrüßen zu können: Den derzeit freischaffenden Dramaturgen und Vorsitzenden der Dramaturgischen Gesellschaft Harald Wolff und Carola Schiefke, die zurzeit am Salzburger Landestheater engagiert ist.

Ein Chef für alle Sparten

Wolff ist einer der bundesweit profilierten Dramaturgen der jüngeren Generation, Jurymitglied für den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik und Mitinitiator der Aktion »40 000 Theatermitarbeitern treffen ihre Abgeordneten«; von 2011 bis 2016 war er Dramaturg für alle Kunstgattungen am Theater Aachen, davor in unterschiedlichen Funktionen an den Theatern in Tübingen, Braunschweig und Neuss. Harald Wolff wird in Gießen Chefdramaturg für alle Sparten.

Carola Schiefke studierte zunächst Evangelische Theologie und Judaistik und im Zweitstudium Deutsche Literatur und Skandinavistik; sie sammelte vielfältige Berufserfahrungen sowohl durch unterschiedliche Aufgaben an Theatern (unter anderem am Staatstheater in Darmstadt) als auch im wissenschaftlichen Bereich sowie im Verlagswesen. Seit 2014 ist sie Produktionsdramaturgin für Schauspiel und Musical in Salzburg.

»Es ist schon ein deutlicher Einschnitt: ein Neubeginn, der frische Ideen in die erfolgreiche Arbeit dieser Sparte bringen, jedoch den eingeschlagenen konzeptionellen Weg auch fortschreiben will«, meint Intendantin Cathérine Miville. Sie verbindet mit der Freude über die Neuengagements auch den Dank an die beiden aus der Schauspielleitung ausscheidenden Dramaturgen Cornelia von Schwerin und Matthias Schubert, die das Schauspiel über viele Jahre entscheidend und sehr erfolgreich mitgeprägt haben.

Mit der Wiederbesetzung der Position des Chefdramaturgen für alle Kunstgattungen verfolgt sie den Gedanken, das Mehrspartentheater wieder zentraler zu denken. Miville ist überzeugt, dass Wolff – nicht zuletzt auch durch seine Vernetzung – wertvolle neue Impulse setzen wird, in erster Linie fürs Schauspiel, aber auch für die Arbeit des Stadttheaters insgesamt.

Weiterhin im Team der Schauspielleitung bleibt der Regisseur und Theaterwissenschaftler Björn Mehlig, der Kooperationen mit Gruppen der Freien Szene, insbesondere auch die gewachsenen Arbeitskontakte zum Institut für Angewandte Theaterwissenschaft an der hiesigen Justus-Liebig-Universität weiter denken und mit der Arbeit der Sparte verknüpfen wird. (Fotos: Manthei/Pfeil)

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