05. Februar 2019, 09:57 Uhr

Polizeieinsatz

Großer Polizeieinsatz in Gießen: Mann attackiert Polizisten in Rödgen mit Messer

Großer Polizeieinsatz am Wochenende im Gießener Stadtteil Rödgen: Ein Mann hat Polizisten mit einem Messer angegangen. Ein Polizist musste die Dienstpistole einsetzen.
05. Februar 2019, 09:57 Uhr
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Aus der Redaktion
Der Tatort am Montagmittag. (Foto: Schepp)

Wilde Szenen im Gießener Stadtteil Rödgen: In der Nacht auf Sonntag geht dort ein 30-jähriger Deutscher mit einem Messer auf zwei Polizisten los. Zuvor hatte der Mann, der ersten Ermittlungen zufolge offenbar an einer schweren psychischen Erkrankung leidet, versucht, mit dem Auto eine Polizeibeamtin zu überfahren.

Die Polizei wurde am Sonntag gegen 1 Uhr in die Struthstraße nach Rödgen gerufen. Eine Zeugin hatte die Polizei verständigt und mitgeteilt, dass eine männliche Person dort in einer Wohnung randalieren würde. Danach soll der mit einem Messer bewaffnete Mann alkoholisiert mit einem Auto in unbekannte Richtung davongefahren sein. Als die Streife wenige Minuten später an der Adresse erschien, konnte der mutmaßliche Randalierer nicht mehr angetroffen werden.

 

Rödgen: Täter fährt auf Polizistin zu

Einschussloch an der Wand.

Unmittelbar danach kam der Beschuldigte aber mit seinem Pkw zu seiner Wohnanschrift zurück und fuhr auf eine Polizeibeamtin zu, die sich nur mit einem Sprung zur Seite retten konnte. Der Mann flüchtete mit dem Auto. Die sofort eingeleitete Fahndung brachte zunächst keinen Erfolg.

Doch wenige Minuten später kehrte der Gesuchte mit seinem wieder an den Tatort zurück. Einer Streife gelang es, den mit überhöhter Geschwindigkeit fahrenden Pkw anzuhalten. Dabei prallte das Auto gegen einen Laternenmast und kam zum Stehen. Der Fahrer stieg aus und lief mit einem großen Messer bewaffnet auf die Polizeibeamten zu. Um den Angriff abzuwehren, gab ein Beamter zwei Schüsse aus der Dienstwaffe ab.

 

Rödgen: Zwei Schüsse aus Dienstwaffe

Nach der Schussabgabe rannte der unverletzt gebliebene Angreifer davon, konnte aber von den Beamten festgenommen werden, die dabei Pfefferspray einsetzten. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Festgenommenen um den 30-Jährigen handelt, der zuvor in der Wohnung randaliert haben soll. Der Beschuldigte soll am Dienstag der zuständigen Haftrichterin zwecks Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus vorgeführt werden. Es besteht der dringende Verdacht des versuchten Totschlags und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.



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