21. Februar 2018, 14:00 Uhr

Gießen-Serie

Glücklich in Gießen

Sandra Spitalny ist eine von 28 Gießenern, die in Arnsberg geboren wurden. Hier erklärt sie, warum sie sich in der Universitätsstädt sehr wohl fühlt.
21. Februar 2018, 14:00 Uhr
Am Philosophikum ist Sandra Spitalny täglich unterwegs: Sie macht eine Ausbildung beim Studentenwerk. (Foto: Schepp)

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Der Liebe wegen kam sie nach Gießen und blieb »kleben«, obwohl die Beziehung endete. »Mir gefällt hier vor allem das studentische Flair und das große Angebot für junge Leute«, sagt Sandra Spitalny. Die 25-Jährige kam in Arnsberg im Sauerland zur Welt. Sie ist eine von 28 Gießenern mit diesem Geburtsort.

Fast drei Jahre Fernbeziehung hatte die junge Frau hinter sich, als sie 2012 nach Mittelhessen zog. Sie hatte in Arnsberg gewohnt, ihr damaliger Freund in Friedberg. An den Wochenenden »fuhr mal ich vier Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mal er zwei Stunden mit dem Auto«. Nach ihrem Abitur zog Sandra Spitalny zu ihm.

 

Faible für »Wasserfall« am Selterstor

 

Die junge Frau suchte sich einen Job und schrieb sich an der Justus-Liebig-Universität zum Lehramtsstudium ein. Als die Beziehung in die Brüche ging, zog sie nach Gießen in eine kleine Wohnung nahe der Uni. Ihr Studium gab sie bald auf. Dennoch blieb sie in Gießen und in gewisser Weise auch an der Universität: Derzeit macht sie beim Studentenwerk eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. In ihrer Freizeit widmet sie sich einem ungewöhnlichen kreativen Ausgleich: »Mein großes Hobby ist Nageldesign.«

»Ich finde, Gießen ist eine Stadt zum Wohlfühlen«, sagt Sandra Spitalny. Zu ihren Lieblingsorten gehört der Seltersweg. Zum einen wegen des Einkaufsangebots: »Man bekommt alles, was man braucht, und hat dabei die Auswahl zwischen verschiedenen Läden.« Aber auch die Atmosphäre in der Fußgängerzone hat es ihr angetan. Der »Wasserfall« unter dem Selterstor gefällt der 25-Jährigen. Schön findet sie auch die Umgebung: »Wenn man einmal rausfährt, ist man sofort auf dem Land.«

Einkaufsmöglichkeiten gefallen

Freundschaften seien in einer Unistadt oft eher flüchtig, meint sie. »Man hat immer Bekannte, aber findet selten eine Bindung fürs Leben.« Was sie aus ihrer alten Heimat vermisst: »Ganz klassisch – die direkte Nähe zur Familie.«

Ihren heutigen Freund hat sie ebenfalls von ihrer Wahlheimat überzeugt. Er stammt aus Frankfurt und arbeitet in Darmstadt, ist aber mittlerweile hier gemeldet und verbringt seine Wochenenden in Gießen. Ob sie auf lange Sicht hier bleiben wird, steht für Sandra Spitalny noch nicht fest. Doch eines weiß sie: Sollte sie Gießen irgendwann wieder verlassen, so wird ihr der Abschied nicht ganz leicht fallen.

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