25. Januar 2018, 17:56 Uhr

Abschied

Gießener Kulturamtsleiterin in Heidenheim gewählt

Simone Maiwald wird Gießen verlassen. Die Kulturamtsleiterin wechselt aber nicht nur die Stadt, sondern auch die Branche.
25. Januar 2018, 17:56 Uhr

Von Karola Schepp , 1 Kommentar
Kulturamtsleiterin Simone Maiwald wird Gießen verlassen. (Foto: dkl)

Von anfänglich sieben Bewerbern für die Position des Ersten Beigeordneten in Heidenheim war am Ende nur noch Simone Maiwald als Kandidatin übrig. Am gestrigen Donnerstag wurde die 57-Jährige, die seit Mai 2013 das Gießener Kulturamt leitet, mit 20 von 32 Stimmen im Gemeinderat als neue Erste Bürgermeisterin der 50 000-Einwohner-Stadt in Baden-Württemberg gewählt.

Maiwald tritt die Nachfolge von Bürgermeister Rainer Domberg an, der am 31. März zu seinem 68. Geburtstag in Ruhestand geht. Sie ist künftig unter dem Titel »Erste Beigeordnete« die hauptamtliche Vertreterin von Oberbürgermeister Bernhard Ilg. Ihre neue Aufgabe ist vergleichbar mit der Funktion eines Bürgermeisters. Beigeordnete werden in Heidenheim vom Gemeinderat für acht Jahre gewählt. Sie soll ihre Stelle am 1. Mai oder 1. Juni antreten. »Es ist eine wunderbare Aufgabe, eine Stadt politisch mitzugestalten. Es ist aber auch eine Verantwortung, die ich auf keinen Fall unterschätze«, sagte Maiwald nach der Wahl.

 

20 von 32 Stimmen

Sie hatte sich am Donnerstag noch einmal im Gemeinderat Heidenheims vorgestellt und wurde anschließend in öffentlicher Sitzung geheim gewählt. Die gebürtige Münsteranerin begründet ihren Wechsel von Gießen nach Heidenheim mit dem Hinweis, dass die baden-württembergische Kommunalverfassung den Städten ein großes Maß an Selbstgestaltung einräumt. Die Möglichkeit, auf politischer Ebene eine Stadt gestalten zu können, sei für sie das Entscheidende.

Wann genau Maiwald das Gießener Kulturamt verlassen wird, steht indes noch nicht genau fest. »Ich stehe aber auch weiter gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung«, betonte Maiwald gegenüber dieser Zeitung.

Schließlich verlässt die Kulturamtsleiterin ihren Posten in Gießen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: die Neukonzeptionierung des Oberhessischen Museums hat gerade erst Fahrt aufgenommen und hier fehlt nach dem vorzeitigen Ausscheiden von Museumsleiterin Sabine Philipp zum Ende letzten Jahres nun neben der Museums- auch noch die Kulturamtsleitung als wichtige Steuerungseinheit.

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