10. Oktober 2019, 22:11 Uhr

Gießener Anwalt wirft Netflix Rufschädigung vor

10. Oktober 2019, 22:11 Uhr

Der Rechtsstreit zwischen dem Gießener Anwalt Andreas Milch und dem weltgrößten Streamingdienst Netflix geht in die nächste Runde. Der heimische Jurist hat am Dienstag einen Antrag auf einstweilige Verfügung bei Gericht eingereicht. Hintergrund des Rechtsstreits ist die Netflix-Serie »Skylines«. Sie spielt im Frankfurter Hip-Hop-Milieu, sie handelt von Drogen und organisierter Kriminalität. Milch hatte Netflix wenige Tage vor dem Start eine Unterlassungserklärung zukommen lassen. Der Anwalt vertritt den Frankfurter Rapper Jan Lehmann, der ein Musiklabel mit dem Namen »Skyline Records« betreibt. Diesen Namen trägt auch das fiktive Label in der Serie. Lehmann ist zudem Rechteinhaber der Wortmarken »Skylines« und Skyline Records«.

»Herr Lehmann klagt auf Unterlassung wegen verletzter Persönlichkeits- und Namensrechten, zudem aus Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb«, erklärt Milch. Sein Mandant erhoffe sich, dass Netflix die Rechtsverletzungen abstellt und die Serie vom Netz genommen wird. Nach Ausstrahlung hätten sich bereits Personen bei seinem Mandanten gemeldet, die das Label »Skyline Records« für das Label aus der Serie hielten. »Genau hier sehen wir unsere Bedenken bestätigt«, sagt Milch. Der Anwalt meint, dass einige Zuschauer davon ausgehen würden, das Musiklabel seines Mandanten sei wie jenes aus der Serie mit Drogengeldern aufgebaut worden und habe mit organisierter Kriminalität zu tun. »Das ist extrem rufschädigend«, betont Milch.

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