08. Mai 2019, 11:00 Uhr

Immobilien

Gießen: 200 Mietwohnungen im früheren US-Depot

Über 400 neue Wohnungen entstehen derzeit im früheren US-Depot. Knapp die Hälfte wird zur Miete angeboten, nachdem die Nassauische Heimstätte fast 150 Einheiten gekauft hat.
08. Mai 2019, 11:00 Uhr
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Von Burkhard Möller
Der Wohnungsbau im früheren US-Depot läuft seit Monaten auf vollen Touren. (Foto: Schepp)

An der früheren Hauptzufahrt zum US-Depot steht ein riesiges Schild, an den Zäunen prangt ebenfalls Werbung für das neue Wohngebiet »Alter Flughafen« im früheren US-Depot. Die Vermarktung der Wohnungen, die die Volksbank-Immobilientochter Imaxx übernommen hat, läuft auf vollen Touren. Wie am Dienstag bekannt wurde, wird aber fast die Hälfte der insgesamt 420 geplanten Wohnungen dem Mietwohnungsmarkt zur Verfügung stehen.

Wie das Unternehmen Nassauische Heimstätte Wohnstadt, die Depoteigentümerin Revikon und das Lahnauer Bauunternehmen Weimer Wohnbau informierten, wird die Nassauische Heimstätte 144 Wohnungen schlüsselfertig übernehmen, davon werden 44 öffentlich gefördert. »Hessens größtes Wohnungsbauunternehmen wird künftig auch in Gießen Mietwohnungen anbieten«, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der drei Unternehmen. »Mittelhessen haben wir im Rahmen unserer Wachstumsstrategie schon länger im Fokus. Dass wir mit dem Projekt ›Am Alten Flughafen‹ in Gießen gleich einen so großen Fuß in die Tür bekommen, freut mich sehr«, so Geschäftsführer Dr. Constantin Westphal.

Baubeginn ist voraussichtlich im Sommer. Die Fertigstellung der Wohnungen ist für Sommer 2021 geplant. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die 100 frei finanzierten und 44 geförderten Wohnungen entstehen auf drei Baufeldern. Auf zwei Baufeldern sind die 100 frei finanzierten und 18 geförderten Wohneinheiten geplant. Auf dem dritten Baufeld sollen weitere 26 geförderte Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte entstehen, die von der Lebenshilfe betrieben wird.

 

US-Depot Gießen: Carsharing und E-Ladestationen

Die Gebäude der Nassauischen Heimstätte werden mit Glasfasertechnik ausgestattet – als Vorstufe für Gigabyte-Netzwerk und Smart-Home-Funktionen. Die Energieversorgung erfolgt über Fernwärme der Stadtwerke, Photovoltaik-Anlagen und der Einbindung eines Mieterstrommodells. Zudem werden laut Presseerklärung Elektroladestationen integriert und ein Carsharing-Konzept verfolgt.

»Wir freuen uns, mit der Nassauischen Heimstätte einen starken Partner für unser Projekt gefunden zu haben, mit dem wir nachhaltig die Gesamtentwicklung ›Am Alten Flughafen‹ weiter voranbringen können« betont Jan M. Sander, Geschäftsführer der Weimer Wohnbau GmbH. Für Daniel Beitlich, Geschäftsführer der Revikon GmbH, ist der Vertragsabschluss »ein ganz besonderer Mosaikstein« bei der Konversion des 110 Hektar großen früheren Militärareals.

Wie Beitlich gegenüber der GAZ sagte, bleibe das Engagement der stadteigenen Wohnbau GmbH von der aktuellen Entwicklung »völlig unberührt«. Das Grundstück an der Haupterschließungsstraße Stolzermorgen sei vorbereitet, die Wohnbau könne jederzeit loslegen. Die Wohnbau will dort weitere 50 Sozialwohnungen errichten. Dass von den rund 420 Wohnungen fast die Hälfte dem Gießener Mietwohnungemarkt zur Verfügung stehen werden, sei eine »gute Entscheidung«, sagte Beitlich.



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