28. Juni 2017, 19:43 Uhr

Georg Büchner trifft sein Alter Ego von heute

28. Juni 2017, 19:43 Uhr
G. Büchner

Gießen (gl). Dichter Georg Büchner hatte es 1833 gegen seinen Willen zum Studium nach Gießen verschlagen – entsprechend ungnädig ging er mit der Stadt um. Sein Zitat von der »hohen Mittelmäßigkeit« haftet Gießen noch heute an. Und auch so mancher Student von heute mäkelt über das angeblich Provinzielle der Universitätsstadt an der Lahn. Aus diesem Grund haben Studenten der Germanistik ein Stück geschrieben, in dem der historische Georg Büchner mit seinem fiktiven modernen Alter Ego die Veränderungen zwischen einst und heute diskutiert. Die szenische Bearbeitung »Büchner – Einer von uns« wird am Mittwoch, 12. Juli, um 17 Uhr im Foyer des Hauses A (Phil I, Otto-Behaghel-Straße 10) aufgeführt. Der Eintritt ist frei.

»Einer von uns«

Die Studierenden des Bachelor-Moduls »Literarische Bildung und kulturelle Praxis« von Dr. Kirsten Prinz haben sich als Ort der Veranstaltung den Platz im stark frequentierten Phil.-I-Foyer ausgesucht, um möglichst viele, aber ausdrücklich nicht nur studentische Zuschauer anzusprechen. Die Studierenden spielen dort, kurz vor dem Sommerfest des Germanistik-Instituts, Auszüge aus Büchners Stücken und Texten. Gedanken zur Autorenschaft Büchners am »Hessischen Landbote«, seine medizinische Habilitationsschrift »Über Schädelnerven«, aber auch Teile aus seinen Dramen wie »Leonce und Lena« oder »Woyzeck« sowie Auszüge aus ausgewählten Briefen Büchners werden vorgetragen. Dabei unterhalten sich der Büchner des 19. Jahrhunderts und der imaginäre von heute über das Leben, die Politik oder gesellschaftliche Ereignisse. Aber auch Parallelen zum Studieren vor 200 Jahren und heute wollen die Akteure aufzeigen, die Zwänge des Studiengangs, die Modularisierung, aber auch die Kritik am Unpolitischen der Studentenschaft.

»Er war hier in Gießen und wir sind stolz auf ihn«, beschreibt einer der Studenten das besondere Verhältnis der Gießener Germanistik-Studenten zum Stürmer und Dränger Georg Büchner. Eins ist klar: Zum Studentenleben in Gießen wird es zwischen den beiden Büchners des Stücks viel zu diskutieren geben. Weiterhin haben die Besucher die Möglichkeit, ein Faksimile von Georg Büchners Reifezeugnis zu betrachten. (Foto: Archiv)

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