28. November 2011, 19:58 Uhr

GAiN-Leiter Dewald in der Knesset geehrt

Gießen/Jerusalem (ür). Der Leiter des Gießener Hilfswerks »Global Aid Network« (GAiN), Klaus Dewald, ist im israelischen Parlament, der Knesset, geehrt worden. Dewald war gemeinsam mit weiteren Vertretern von rund 50 christlichen Werken nach Jerusalem eingeladen worden.
28. November 2011, 19:58 Uhr
Der Leiter des Gießner Hilfswerks GAiN, Klaus Dewald (l.), mit dem Leiter von Helping Hand Coalition, Andre Gasiorowski, vor der Knesset in Jerusalem. (Foto: ür)

Das Besondere dieser Ehrung sei gewesen, dass Israel erstmals christliche Werke offiziell während einer Parlamentssitzung empfangen und ausgezeichnet habe, so Derwald. Dies geschah auf Initiative der Knessetabgeordneten Lia Shemtov von der Israel Beiteinu-Partei. Der israelische Staat habe sich mit Urkunden bei den Vertretern der Hilfswerke bedankt für die Unterstützung Israels und insbesondere für die von Holocaust-Überlebenden. Aus Deutschland waren weitere sieben Werke bei dem Empfang in Jerusalem vertreten.

GAiN ist seit 2007 in Israel aktiv und hat bereits vorher über andere Werke Hilfslieferungen ins Land gebracht. Regelmäßig bringt GAiN Container mit Hilfsgütern nach Israel, die dann an Holocaust-Überlebende sowie an bedürftige Israelis und Palästinenser verteilt werden. Zudem unterhält das Gießener Hilfswerk ein Patenschaftsprogramm. Deutsche Spender übernehmen für 25 Euro monatlich eine Patenschaft für ein Holocaustopfer. Je zwei Paten finanzieren eine regelmäßige Zuwendung von 50 Euro. Zudem hat GAiN im Heiligen Land eine Hilfsorganisation unter dem Namen Helping Hand Coalition ins Leben gerufen, die bis zu 4000 Holocaustopfer zu Begegnungen einlädt. Außerdem gibt es 50 Hausgruppen, in denen sich Israelis treffen, die im Nazi-Deutschland gelitten haben.

»Global Aid Network« war 1990 als »Aktion Hungerwinter« durch Studenten von »Campus für Christus« gegründet worden. Inzwischen hat GAiN über 7500 Tonnen Hilfsgüter vor allem nach Osteuropa, Afrika und Asien gebracht; finanziert vorwiegend durch Spenden.

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