03. Juli 2019, 22:11 Uhr

Florale Kunstwerke

03. Juli 2019, 22:11 Uhr
Beeindruckende Werke. (Foto: pm)

»Gotik fährt um 9, Barock um halb 10, Romanik kann laufen.« Diese seltsamen Worte erschließen sich, wenn man weiß, dass es dabei um die Organisation eines außergewöhnlichen Projektes geht: Junge Frauen und Männer der Willy-Brandt-Schule im zweiten Jahr der Floristenausbildung sind nach Würzburg gereist, um in den berühmten Gebäuden verschiedener Epochen entsprechende floristische Werkstücke unter der kundigen Anleitung des Floristenmeisters Markus Kloft zu gestalten. Indem die Schüler die Stilmerkmale der verschiedenen kunst- und baugeschichtlichen Epochen in Kunstwerken aus Blumen und Pflanzen dargestellt haben, ist die Kunstgeschichte für sie unvergesslich geworden.

Das Projekt wird schon seit 20 Jahren durchgeführt. Mit einem bis an den Rand mit Blumen und Material gefüllten Auto und einem Anhänger kamen die Gießener in Würzburg an. Bei der Besichtigung der Gebäude, die am nächsten Tag mit einem floralen Werkstück bereichert werden sollen, wird klar, auf was es ankommt: Kreuzrippengewölbe, Rundbogenfenster, Rocaille. Der Aufbau findet in der romanischen Burkhardi-Kirche, in der gotischen Marienkapelle und in der riesigen Residenz, in der Barock, Rokoko und Klassizismus als Bau- und Gestaltungsstile vorkommen, statt. Dort entstehen in stundenlanger Arbeit dem jeweiligen Raum entsprechende Werke aus Blumen und Pflanzen. Unter dem größten freitragenden Gewölbe der Welt - bemalt mit dem Rokoko-Himmel des berühmten Malers Giovanni Battista Tiepolo - am Aufgang der Residenz steht bald ein riesiger Blumenschmuck, dessen Wert Kloft auf 2000 Euro beziffert.

Aus den restlichen Blumen werden Sträuße gebunden, die an die vielen Unterstützer des Projektes verschenkt werden. Wie sehr die Würzburger auf den jährlichen Besuch der Gießener warten, wird deutlich, als Gerhard Weiler, Leiter der bayrischen Schlösserverwaltung, berichtet, dass beim Staatsbankett in der Residenz in diesem Jahr der tolle Blumenschmuck vermisst wurde.

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