26. Oktober 2018, 22:12 Uhr

Fit für die Demokratie

26. Oktober 2018, 22:12 Uhr

Wählen gehen darf man zwar erst ab 18 Jahren, doch an der Ricarda-Huch-Schule und am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium konnten die Schüler schon mal spannend, realitätsnah und handlungsorientiert die Landtagswahl simulieren – bei sogenannten Juniorwahlen. An der Ricarda beteiligen sich über 150 Schüler aus den Klassen 8 und 10 daran; am LLG alle rund 800 Schüler der Politik-Klassen. Nach intensiver Vorbereitung im Unterricht werden die Jugendlichen parallel zu den Hessenwahlen ihre Stimme abgeben und so fit werden für die Demokratie und das Wählen üben.

Im Vorfeld sind Schüler als Wahlhelfer aktiv geworden, haben Wahlbenachrichtigungen an alle beteiligten Klassen ausgegeben, die im Wahllokal gemeinsam mit einem gültigen Ausweis vorzuweisen sind. Ein Wählerverzeichnis gibt Auskunft, wer zur Wahl erschienen ist und seine Stimme abgegeben hat. Am gestrigen Freitag wurden dann alle Stimmen vom Wahlvorstand ausgewertet und anschließend online nach Wiesbaden übermittelt. An diesem Sonntag, wenn um 18 Uhr auch die offiziellen Wahllokale der Landtagswahlen schließen, können die Ergebnisse der Gießener Juniorwahlen online abgerufen werden. Und die politische Bedeutung dieses Ergebnisses sollte man nicht unterschätzen: Wenn rund 78 500 Schüler aus 260 Schulen in Hessen dieses Jahr an den Juniorwahlen teilnehmen, dürfte es auch Politiker interessieren, zu erfahren, wie die Generation der Wähler von morgen abgestimmt hat. Und: Wann hat man als Jugendlicher schon mal die Möglichkeit, Politikern zu spiegeln, wie man ihre Politik einschätzt? Die Wahl wird im Vorfeld mit Peergroup, Familie und im Klassenverband diskutiert. Kein Wunder, dass die Wahlbeteiligung in den Familien der Juniorwähler um bis zu neun Prozent zugenommen hat.

Am LLG fand zudem vor der Landtagswahl eine Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten des Wahlkreises 18 (Gießen I) zu den Themen Bildung, Wohnen und Mobilität statt. Klaus-Peter Möller (CDU), Frank-Tilo Becher (SPD), Arno Enners (AfD), Matthias Riedl als Vertreter von Francesco Arman (Linke), Joachim Grußdorf als Vertreter für Katrin Schleenbecker (Grüne) und Manuela Girogis (FDP) diskutierten miteinander und stellten sich den Fragen.

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