15. November 2018, 21:56 Uhr

Filmmusik und Gesundheit für alle

15. November 2018, 21:56 Uhr

»Hardthof Gallery Tales« ist eine neue Veranstaltungsreihe des Vereins Unterer Hardthof in der Galerie des Unteren Hardthofs. Auftakt ist bereits am heutigen Freitag, 16. November, um 20 Uhr mit Uwe Dierksen sowie »Filmmusik und Stummfilmprojekten«.

Welche Herausforderungen stellt ein Film an die Musik? Welche Art von Musik geht am besten auf den Plot ein? Wie findet Musik zu ihrer eigenen Sprache ohne den Film zu illustrieren? Mit der Beantwortung dieser und weiterer Fragen anhand von Film- und Musikbeispielen gewährt der Musiker einen seltenen Einblick in das Metier der Komposition von Filmmusik. Es moderiert Hans-Jürgen Linke.

Uwe Dierksen studierte Posaune in Hannover, Hamburg und London, sowie Dirigieren am Mozarteum Salzburg. Seit 1983 ist er Posaunist im Ensemble Modern, einem in Frankfurt am Main ansässigen Solistenensemble für zeitgenössische Musik, und arbeitete mit namhaften Musikern, Komponisten und Dirigenten zusammen.

Im Auftrag von ZDF-Arte schreibt er Filmmusik insbesondere für Stummfilme. Er ist künstlerischer Leiter und Komponist des Stummfilm-Revue-Abends »Welcome to American Vaudeville« unter anderem an der Oper Frankfurt.

Die nächste Veranstaltung der Reihe ist am Freitag, 14. Dezember, 20 Uhr, ein Gesprächsabend mit Dr. Michael Knipper zum Thema »Gesundheit »global«. Der Arzt, Medizinhistoriker und -ethnologe berichtet von seiner Arbeit zu Gesundheit und Menschenrechten in Deutschland und Amazonien (Ecuador). Seit 2003 gehört er dem Institut für Geschichte der Medizin der Uni Gießen an. Ihn treibt die Frage um, wie das bestmögliche Maß an Gesundheit »für alle« erreicht werden kann. Weltweit, und in jeder Gesellschaft gerade auch für diejenigen, die am Rande stehen.

Knipper lebte von 1997 bis 1999 in einem abgelegenen Dorf im Amazonastiefland von Ecuador, um sich mit der Sicht der indigenen Bevölkerung auf Krankheit und Medizin zu beschäftigen. Mit dem Interesse an sozialen, kulturellen und politischen Hintergründen von Gesundheit wandte er sich in Deutschland dem Thema Migration zu, schon lange vor der »Flüchtlingskrise«. Menschenrechte sind »gesund« – diese These vertritt er inzwischen auch in Gremien der Vereinten Nationen.

Teilnehmer der Veranstaltungen zahlen 8 Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche nichts. (Fotos: Oeser/pm)

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