16. Dezember 2018, 19:21 Uhr

Farbenfroh statt trist

16. Dezember 2018, 19:21 Uhr
Eine triste Betonwand unmittelbar vor den Bürofenstern soll verschönert werden. Dies ist einer von zahlreichen Entwürfen von Willy-Brandt-Schülern dazu. (Foto: pm)

Gießen (pm). Auf eine graue Außenwand blicken Bedienstete des Uniklinikums, die in einem Bürotrakts im Untergeschoss arbeiten. Trist und dunkel wirken dadurch ihre Räume. Das könnte sich bald ändern. Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Schule haben farbenfrohe Vorschläge zur Neugestaltung erarbeitet. Einer davon wird voraussichtlich umgesetzt.

Die Zwölftklässler der Fachoberschule Gestaltung haben mit ihren Projekten im Fach »Lebensräume gestalten« schon für viele Menschen in und um Gießen die alltägliche Umgebung verschönert – von der Fassade des Regierungspräsidiums am Landgraf-Philip-Platz über die Pausenhalle der Uhlandschule bis zum Eingangsbereich des Seniorenzentrums in Lich, für dessen Umgestaltungsentwürfe die beteiligten Lehrer und Schüler mit einem Innovationspreis in Berlin ausgezeichnet wurden.

Auch diesmal begann das Projekt damit, dass sich die Jugendlichen theoretische Kenntnisse zur Gestaltung von Fassaden aneigneten. Anschließend machten sie bei einer Bestandsaufnahme vor Ort Fotos, vermaßen die Betonwand und wurden von der Kunstbeauftragten des Klinikums, Dr. Susanne Ließegang darüber informiert, welche Zielsetzung mit einer Umgestaltung verfolgt wird. Im Fach Konstruktives Zeichnen erstellten sie dann unter Anleitung von Regina Seuling technische Zeichnungen der Situation.

Daraufhin entwickelte jeder Schüler zunächst malerisch oder zeichnerisch seinen ganz eigenen Entwurf. Der wurde dann am Computer umgesetzt, abschließend wurden kleine Anschauungsmodelle gebaut. Entstanden sind vielfältige und spannende Ideen. Pia Roth, Julia Heinisch und Tom Lober sehen weite, abstrahierte Landschaften fvor. Lennart Masuch entwirft ein Unterwasserbild, Emma-Lou Klar möchte überdimensionale Sprayflaschen darstellen, welche Dreiecke auf die Wand zu sprühen scheinen. Beatriz Petermann favorisiert eine farbenfrohe Stadtsilhouette, Antonia Mattern einen Blätterwald. Andere ziehen abstrakte Gestaltungen vor. Jana Weirich schlägt zum Beispiel ein breites Band aus Vielecken in Blau- und Grüntönen vor.

Ihre Ideen präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Kunstbeauftragten Dr. Ließegang sowie Renate Seeger-Brinkschmidt, Vorsitzende des Freundeskreises der Kunst im Uniklinikum Gießen.

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