23. August 2019, 21:47 Uhr

Fallendes Laub und tote Babys

23. August 2019, 21:47 Uhr
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Von Karola Schepp
Caitlin-Rae Crook, Maria Adriana Dornio (r. ) und Patrick Cabrera Touman bei ihrer mit viel Applaus honorierten Tanzperformance. (Foto: gl)

Ganz so neblig, wie es Ballettchef Tarek Assam angekündigt hatte, wurde es dann doch nicht. Doch was Caitlin-Rae Crook, Maria Adriana Dornio und Patrick Cabrera Touman von der Tanzcompagnie des Stadttheaters bei der dritten choreografisch-performativen Intervention »De_Konstruktionen« in der Kunsthalle boten, war düster-herbstlaubig gestimmt. Nach dem Abbau der Ausstellung und vor dem Aufbau der nächsten, in der sich der Neuseeländer Matthew Cowan mit europäischen Riten beschäftigt, bot die Tanzeinlage zugleich den Auftakt für das heute beginnende Performancefestival »IN/BETWEEN«.

Und weil die nächste Kunsthallenausstellung den Titel »The scream of the strawbear« trägt, dürfte besagte Strohbär-Puppe, wenn auch im Mini-Format, nicht fehlen. Wie beim Tanz ums Goldene Kalb bewegten sich die drei Tänzer im Blätterregen um einen Laubberg mit Strohpuppe. Im Hintergrund lagerte ein Stapel Stoffpuppen, die auch schon mal wie von Geisterhand Wände emporgezogen wurden. Die qualvoll zuckenden Bewegungen der Tänzer zum Beat elektronischer Musik und elegischem Celloklang ließen Assoziationen zur Trauer über den Verlust eines (ungeborenen) Kindes entstehen. Ob’s stimmt - das blieb allerdings nebulös.



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