03. November 2019, 19:07 Uhr

Fahrbahnteiler schreckt nicht ab

03. November 2019, 19:07 Uhr
Der Fahrbahnteiler mit den Abweisern ist weg, aber das Durchfahrtverbot für Pkw und Motorräder gilt weiter. (Fotos: Schepp/mö)

Mit einer Schranke wurde es schon probiert, dann kamen Panzersperren zum Einsatz, vor rund einem Jahr folgte schließlich der Versuch mit einem Fahrbahnteiler und robusten Plastikabweisern. Die Abschreckungswirkung auf Autofahrer hielt sich in Grenzen. Der Fahrbahnteiler ist verschwunden, die zerbrochenen Abweiser liegen vor und in der Bahnunterführung des Lichtenauer Wegs herum. Die Verbindung zwischen der oberen Marburger Straße und dem Wißmarer Weg ist seit einiger Zeit praktisch wieder zu einer Durchfahrtstraße geworden. »Da wir zurzeit keine anderen Lösungsansätze für eine ›weiche‹ Sperrung haben, sehen wir bis zur Findung einer besseren Lösung zunächst die Erhöhung der Kontrollen des Durchfahrtsverbots als geboten an«, erklärt Stadtsprecherin Claudia Boje zur Situation.

Die Fahrbahnteiler mit Fähnchen in Längsrichtung wurden laut Boje im Gebrauch mehr überfahren als zunächst erwartet. Sie seien mit der Absicht errichtet worden, den Pkw-Verkehr zu unterbinden und den Radverkehr sowie die landwirtschaftlichen Fahrten mit hohem Achsstand zuzulassen. »Eine direkte Wiederherstellung des Teilers ist aufgrund des ständigen Erneuerungsaufwands wirtschaftlich nicht zu vertreten, zumal die Wirkung nicht gewährleistet ist«, fügt Boje hinzu.

Mehr Kontrollen angekündigt

Den schmalen Lichtenauer Weg dürfen laut Beschilderung nur Anlieger und landwirtschaftlicher Verkehr befahren. Doch zahlreiche Autofahrer nutzen seit Jahr und Tag die Abkürzung und vermeiden so die Umfahrung der oberen Nordstadt und Wieseck-West über die Sudetenlandstraße.

Mit vielen Methoden hat die Stadt das in den letzten zehn Jahren zu unterbinden versucht, und zwar an der engsten Stelle, der Unterführung der Schienen der Main-Weser-Bahn. So wurde im Jahr 2009 eine Schranke gebaut, den Schlüssel bekamen nur Berechtigte. Die Folge waren wiederholte Beschädigungen, augenscheinlich auch »mit maschineller Unterstützung«, und teure Reparaturen. Dann blockierten massive Betonklötze den Weg. Doch zur Saat- und Erntezeit wurden sie an die Seite geschoben. Das nutzten viele Pkw-Fahrer umgehend aus. Im Herbst 2018 waren die besagten »Leitschwellen mit Sichtzeichen« montiert worden. Die Stadt sprach damals von einem »Versuch« und hoffte, dass Autofahrer die 30 Zentimeter hohen Abweiser nicht einfach überfahren werden, weil sie gegen den Unterboden des Pkw schlagen.

Frei für landwirtschaftlichen Verkehr

Dem landwirtschaftlichen Verkehr ist die Befahrung des Lichtenauer Wegs erlaubt, weil Fahrten mit großem landwirtschaftlichem Gerät den normalen Straßenverkehr behindern würden.

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