21. Mai 2019, 22:18 Uhr

Experimentieren wie Astro-Alex

21. Mai 2019, 22:18 Uhr
Start des Projekts mit Jochen Leeder (Maus-Medienzentrum), Ted Tagami (Magnitude.io), Jens Ihle (Regionalmanagement Mittelhessen), Jürgen Schlutz (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), Karan Dehghani (Codedoor.org) und Frank Reuber (GGO). (Foto: pm)

Wie können sich Schüler auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereiten? Selbst machen funktioniert erfahrungsgemäß am besten: Mit www.schulenimweltraum.de wurde jetzt in Gießen ein Hightech-Projekt vorgestellt, mit dem Schüler weltweit und zeitgleich mit Astronauten auf der Raumstation ISS vernetzt experimentieren.

Durch die Liveberichte des deutschen Raumfahrers Alexander Gerst haben weltweit viele Menschen die Experimente in der Schwerelosigkeit der internationalen Raumstation (ISS) verfolgt. Zeitgleich mit den Astronauten auf der ISS können ab Mitte 2019 mittelhessische Schulen naturwissenschaftliche Experimente durchführen und ihre Erfahrungen mit anderen Schulen auf der ganzen Erde austauschen.

Das Projekt »Schulen im Weltraum« wurde nun in der Ostschule vorgestellt. Die »Exolab« genannten Laboreinheiten sind gerade einmal so groß wie ein Kinderschuhkarton, denn Platz ist rar auf der ISS. Wie die Astronauten im Weltall leben und arbeiten, zeigte Jürgen Schlutz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt eindrucksvoll. Ted Tagami freute sich sehr über den ersten Exolab-Start in Europa; der Gründer von Magnitude.io, dem Unternehmen hinter Exolab, war deswegen extra aus Kalifornien angereist. Er demonstrierte, dass zu der mit zahlreichen Sensoren und Schnittstellen ausgestatten Experimentierbox auch eine digitale Lernplattform gehört, auf der die Ergebnisse zusammenfließen und über die Schüler sich austauschen können. Tagami war der mittelhessischen Initiative sehr dankbar, dass sie gleich ein ganzes Netzwerk an Schulen in das Projekt eingebringt.

25 000 Euro als Startkapital

Jochen Leeder, Sprecher der mittelhessischen Medienzentren betont, wie wichtig der Blick über den Horizont unserer Erde für Lehrkräfte und Schüler sei: »Zeugnisnoten sind heute nicht mehr das zentrale Bewertungsraster, auf das unsere Betriebe schauen. E-Portfolios rücken immer mehr in den Fokus.« Hier können Kompetenzen des 21. Jahrhunderts wie kollaboratives Arbeiten und die Kreativität viel deutlicher dokumentiert werden. »Schüler können in ihren Portfolios zeigen, dass sie im Team ein naturwissenschaftliches Experiment geplant haben, das auch auf der ISS stattgefunden hat - genial!«

»Ich freue mich, dass das Regionalmanagement die richtigen Partner für das innovative Konzept zusammengebracht hat und wir es weiter begleiten können«, kommentierte Regionalmanagement-Geschäftsführer Jens Ihle. Mittelhessen ist eine von acht Gewinner-konzepten des Förderwettbewerbs »Digital Skills - Lernen in regionalen Netzwerken« und erhält vom Stifterverband und der Körber-Stiftung 25 000 Euro zum Ausbau der Aktivitäten vor Ort. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes, erklärt: »Auf die rasanten Veränderungen durch Digitalisierung und Automatisierung können Schulen und Hochschulen nicht immer schnell genug reagieren. Somit wächst die Bedeutung außerschulischer Lernorte und Bildungsinitiativen. Es ist wichtig, Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit ihrem Wissen und ihren Ressourcen stärker in die Bildungskette einzubinden.«

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