Stadt Gießen

Erstmals Ludwig-Schunk-Preise für THM-Absolventen

Sechs Absolventen der Technischen Hochschule Mittelhessen erhielten am Mittwochnachmittag den erstmals verliehenen Ludwig-Schunk-Preis. Die Auszeichnung ist mit jeweils 1000 Euro dotiert und würdigt neben herausragenden Studienleistungen auch soziales Engagement.
05. Februar 2014, 19:38 Uhr
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Ludwig-Schunk-Preise gingen an sechs THM-Absolventen. Das Bild zeigt (vordere Reihe, v. l.) THM-Präsident Grabatin, Fritz Dollnick, Anna-Lena Ruppel, Tobias Schniewind, Nathanael Harfst sowie (hinten, v. l.) Schunk-Geschäftsführer Roth, Stiftungsvertreter Sommer, Jonathan Otto, Daniel Hanselmann und Stiftungs-Vorsitzender Ernst Steiner. (Foto: Schepp)

Gießen (kw). Was verbindet die hessische »Honigkönigin« Anna-Lena Ruppel mit Tobias Schniewind, lange Jahre Mitorganisator des Laubacher Radballturniers, und Jonathan Otto aus Beuern, der die »Messercrash«-Gefahr an Wurstschneidemaschinen so gut kennt wie kaum ein anderer? Sie und drei weitere Absolventen der Technischen Hochschule Mittelhessen haben gestern den erstmals vergebenen Ludwig-Schunk-Preis erhalten. Mit dieser neuen Auszeichnung, dotiert mit je 1000 Euro, würdigt die gleichnamige Stiftung herausragende Studienleistungen und soziales Engagement.

Der Gießener Fritz Dollnick (Diplom Energiesystemtechnik) hat seine Abschlussarbeit über eine Kleinwindanlage geschrieben und war in seiner Freizeit unter anderem Fußballtrainer, Volleyballschiedsrichter und Bandmusiker. Nathanael Harfst aus Hüttenberg (Master of Arts Unternehmensführung) hat fünf Geschwister und engagierte sich in der christlichen Jugendarbeit. Daniel Hanselmann aus Gelnhausen (Diplom Material- und Fertigungstechnologie) war aktiv im Deutschen Alpenverein. Die Hobbyimkerin Anna-Lena Ruppel aus Friedberg (Bachelor Medieninformatik) engagierte sich in der studentischen Selbstverwaltung, Jonathan Otto (Diplom Automatisierungstechnik) war schon bei seinem Abitur an der Gießener Liebigschule Jahrgangsbester und betreut Kinder und Jugendliche in der evangelischen Kirchengemeinde. Tobias Schniewind aus Laubach (Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen) ging das Studium erst im dritten Anlauf ernsthaft an, dann aber mit um so mehr Erfolg. Alle sechs ausgezeichneten Nachwuchskräfte sind inzwischen berufstätig oder qualifizieren sich wissenschaftlich weiter.

Dass Preisträger trotz ihrer Ehrenämter allesamt zu den Notenbesten ihrer Abschlussjahrgänge gehören, »beeindruckt mich sehr«, sagte THM-Präsident Prof. Günther Grabatin. Die Schunk-Stiftung und die Schunk Group mit Sitz in Heuchelheim seien für die Hochschule seit langem »ein Partner, wie man ihn sich nur wünschen kann«.

»Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Leistungsbereitschaft und ehrenamtliches Engagement belohnt werden. Zudem möchten wir mit dieser Preisverleihung die vielfältigen erfolgreichen Kooperationen zwischen der THM und Schunk würdigen«, erläuterte Ernst Steiner, Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Schunk-Stiftung. Der Preis ist dem Gedenken an den Firmengründer Ludwig Schunk (1884–1947) gewidmet. Der Technologiekonzern Schunk Group zählt mittlerweile rund 8300 Beschäftigte in 28 Länder; 3200 davon arbeiten an den mittelhessischen Standorten Heuchelheim, Wettenberg und Reiskirchen-Lindenstruth. Schniewind in seinen Dankesworten stellvertretend für die sechs Ausgezeichneten, Schunk sei ein »Vorbild« wegen seines Strebens nach »Weltwissen« und seines unternehmerischen Muts.

Den Preisträgern gratulierten auch der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Arno Roth, und Gunthard Sommer von der Stiftung. Der Preis soll von nun an alljährlich verliehen werden.

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