18. Januar 2018, 11:00 Uhr

Fest am Lahnufer

Erstes Lahnuferfest in Gießen geplant

An drei Tagen im Juni soll in diesem Jahr zum ersten Mal in der Stadt die Lahn gefeiert werden. »Das Lahnuferfest wird eine Hausnummer«, verspricht Veranstalter Christian Trageser.
18. Januar 2018, 11:00 Uhr
Am Ufer der Lahn soll im Sommer ein dreitägiges Fest stattfinden. (Foto: Schepp)

Christian Trageser ist ein Mann der Taten. Der gebürtige Aschaffenburger kann mit Fug und Recht behaupten, dass er das Freizeitangebot in seiner Wahlheimat Gießen in den vergangenen Jahren bereichert hat. Er betreibt die Strandbar im Stadtpark Wieseckau und organisierte dort im vergangenen Sommer das erste Weinfest, das mehr als 5000 Besucher anlockte.

An der Lahn versorgt Trageser die Gießener im Strandcafé mit Cocktails und Liegestühlen. Sein neuestes Vorhaben soll nun aber alles Bisherige in den Schatten stellen: Vom 22. bis 24. Juni will Trageser in der Stadt das erste Lahnuferfest veranstalten. Er verspricht: »Das wird definitiv eine Hausnummer«.

800 Meter Festmeile

Auf den etwa 800 Ufermetern vom Strandcafé bis zur Wieseckmündung will Trageser an drei Tagen ein regelrechtes Feuerwerk abbrennen. »Wir haben dabei besonders Familien im Auge«, betont der Gastronom. Vor dem Vitanas Seniorenzentrum an der Lahn wird es einen ruhigeren Bereich mit Hintergrundmusik, Cocktails und Liegestühlen geben. Unterhalb des Wasserspielplatzes auf der anderen Seite der Sachsenhäuser Brücke soll sich ein »Kinderparadies« anschließen mit Hüpfburgen und anderen Attraktionen.

Auf der Lahn wird es einen von der DLRG Ortsgruppe Gießen überwachten Wasserpark geben. »Wir hoffen, dass wir heimische Anbieter finden, die Tretboot- oder Kanuverleih anbieten«, sagt Trageser. Ein Höhepunkt sollen dabei sogenannte Wasserbälle werden, in denen man auf der Lahn spazieren kann.

Ich habe mich immer gewundert, dass es noch kein Lahnuferfest gibt

Veranstalter C. Trageser

Einige Meter weiter plant der Organisator ein Weindorf für 5000 Besucher. »Die Resonanz auf das Weinfest im Stadtpark war so gut. Viele haben gefragt, ob wir das nicht zweimal im Jahr durchführen können. Das machen wir jetzt«, sagt Trageser. Zum Vormerken: Auch im Stadtpark soll am erneut ein Weinfest ausgetragen werden.

Mit der Stadt sei ist das Konzept bereits abgestimmt, sagt Trageser. »Wir haben die Flächen vom Gartenamt gemietet. Auch eine Begehung mit der Naturschutzbehörde ist bereits erfolgt«, fügt der Gastronom hinzu. »natürlich werden wir Auflagen bekommen, und natürlich werden wir uns daran halten, aber es sind keine, die das Fest gefährden würde«.

An der Veranstaltung selbst ist weder die Stadt noch die Gießen Marketing GmbH beteiligt. »Man hat aber signalisiert, dass die Idee mitgetragen wird«, sagt Trageser. Die traditionelle Veranstaltung »Schlammbeisers Lahnlust« soll in diesem Jahr unabhängig vom Lahnuferfest am ersten September-Wochenende ausgetragen werden. »Ich denke, so ein Lahnuferfest hat Gießen noch gefehlt. Ich habe mich zumindest immer gewundert, dass es hier bislang noch keine solche Veranstaltung am Ufer des Flusses gab«, sagt Trageser.

Wie ein kleines Mainuferfest

Wenn es nach ihm geht, soll das Lahnuferfest ein wenig an das Frankfurter Mainuferfest erinnern. Daher werde sich eine Gastromeile mit ortsansässigen Gastronomen und einer kleinen Bühne an das Weindorf anschließen. Auf dem SWG-Parkplatz soll ein eigenes Streetfoodfestival stattfinden. Die Hauptbühne werde in Richtung Wieseckmündung aufgebaut. Dort sollen Live-Bands spielen sowie am Samstag die Übertragung des WM-Spiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Schweden stattfinden.

Abgerundet wird das Fest durch eine Festivalbühne für die jüngeren und studentischen Besucher. »Wir werden mehrere Feste in ein großes zusammenfassen – und keinen Eintritt nehmen, die Lahn ist schließlich Naherholungsgebiet für alle Gießener.«

Zusatzinfo

"Nicht toll, aber kein Drama

Matthias Korn, Sprecher des Naturschutzbeirats der Stadt Gießen, ist nicht besonders erfreut über die Pläne zum Lahnuferfest, aus Sicht des Naturschützers sei die Durchführung an dieser Stelle aber »auch nicht dramatisch«. Der Bereich des Ufers sei im Sommer ohnehin »außerordentlich stark frequentiert«, daher könne man nicht davon ausgehen, dass sich dort besonders schützenswerte Tiere aufhielten. »Ich kann verstehen, dass am Lahnufer ein Fest ausgetragen werden soll, es hätte für uns aber bessere Plätze dafür gegeben«, sagt Korn. Die Veranstaltung ist allerdings ohnehin nicht mitbestimmungspflichtig. Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich steht dem Vorhaben positiv gegenüber.

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