30. Mai 2019, 16:48 Uhr

Eröffnung mit Segen und Sommerfest

30. Mai 2019, 16:48 Uhr
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Von Armin Pfannmüller
Pfarrer Wahl segnet die neuen Räume und das Außengelände. (Foto: pd)

Gleich mehrere Gründe zum Feiern gab es am Mittwoch im Wartweg. Die Kindertagesstätte St. Hildegard von Bingen beging ihr 40-jähriges Bestehen, die im vergangenen Jahr fertiggestellte Kita in Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) feierte ihr offizielles Einweihungsfest und das SkF-Frauenzentrum den Umzug vom Schwarzacker in den Wartweg. Darauf, dass es noch einen weiteren Anlass zum Feiern gab, machte Maria Graubert-Bellinger bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste aufmerksam. Auch der Sozialdienst katholischer Frauen, der 1899 von Agnes Neuhaus gegründet wurde, begeht in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Die SkF-Vorsitzende unterstrich, dass die Arbeit des SkF in den vergangenen 120 Jahren immer unter dem Leitwort »Frauen helfen Frauen« gestanden habe. »Der Sozialdienst war in seiner langen Geschichte stets gut vernetzt.« Die Notwendigkeit, Netzwerke zu bilden, sei auch heute noch unerlässlich.

Auf eine Zeitreise nahm anschließend Yvonne Fritz die Festgesellschaft mit. Die SkF-Geschäftsführerin erinnerte an die Eröffnung einer Kinderkrippe mit fünf Kindern am 29. Mai 1979 in einer Vier-Zimmer-Wohnung. Zehn Jahre später erhielt diese SkF-Einrichtung den Namen St. Hildegard von Bingen. Weil nicht nur die Kita, sondern auch das Beratungsangebot des Sozialdienstes immer weiter wuchsen - die Geschäftsführerin nannte die Stichworte Frauenhaus und »Netzwerk Leben« -, stießen die Einrichtungen immer wieder an die Grenzen ihrer räumlichen Kapazität. Auch deshalb freue man sich über den Neubau mit seinen 1000 Quadratmetern Nutzfläche und 65 Betreuungsplätzen. »Der Bau war schweißtreibend, laut und staubig und hat viele Nerven gekostet«, sagte Fritz. Die Geschäftsführerin bedankte sich ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung durch die Stadt Gießen, das Land Hessen sowie das Bistum Mainz.

»Früher war die U3-Betreuung etwas Exotisches, heute gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz«, erklärte Barbara Wiesing und betonte, dass die Kita im Wartweg die meisten U3-Kinder im Stadtgebiet zählt. Geändert habe sich in den vergangenen 40 Jahren nicht nur die gesellschaftliche Wahrnehmung der Kita-Betreuung, berichtete die Einrichtungsleiterin. Damals habe das Personal aus drei Erzieherinnen, einer Verwaltungsangestellten und einer Kraft für Hauswirtschaft bestanden, heute sorgen 16 pädagogische Fachkräfte und vier Angestellte im hauswirtschaftlichen Bereich für das Wohl der Kinder.

Nach den Ansprachen segnete Bonifatius-Pfarrer Hans-Joachim Wahl die Räume des Familienzentrums und das Außengelände, auf dem am Nachmittag das Sommerfest der Kita gefeiert wurde. Musikalisch umrahmt wurde das Programm von Dirk Menger.



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