25. März 2013, 20:38 Uhr

Erlaubte Umbauarbeiten am Schwanenteich

Gießen (mö). Der Schwanenteich wird nun doch umgebaut, ein Ufer wird begradigt. Was sich auf den ersten Blick wie ein eklatanter Widerspruch zum Stadtverordnetenbeschluss vom vergangenen November anhört, mit dem dem Bürgerbegehren zum Teichumbau entsprochen wurde, ist ein erlaubter Eingriff in den Gewässerrand.
25. März 2013, 20:38 Uhr
Das Nordufer des Schwanenteichs und der Weg links werden kompett umgebaut und begradigt. (Foto: Schepp)

Denn es geht bei dem Projekt, das die Landesgartenschau GmbH jetzt ausschreiben will, um das kurze Nordufer. Es soll ebenso wie der Spazierweg, der Richtung August-Messer-Straße führt, neu angelegt und dabei begradigt werden. Damit werde die im September 2011 vom Stadtparlament beschlossene Entwurfsplanung umgesetzt, erklärte die Gartenschau-Gesellschaft am Montag in einer Presseerklärung.

Die vorhandene Uferlinie werde saniert und erhalte eine einheitlich breite Böschung parallel zum Weg. Das Gelände an der neuen und – laut LGS GmbH – »wesentlich natürlicheren Uferlinie« werde nicht befestigt, sondern als flache Rasenfläche hergestellt, auf der Sitzblöcke aus Natursteinstelen aufgestellt würden. Alle Ufergehölze und Bäume würden erhalten. Zudem sollen 150 Stauden gepflanzt und die Rasenfläche mit rund 1500 Frühjahrsblühern verschönert werden.

Ein weiterer Auftrag, den die GmbH nun ausschreibt, betrifft den 700 Meter langen Dammweg am Schwanenteich-Westufer. Wie bereits berichtet, soll dieser Weg mit Blick auf die Landesgartenschau saniert werden. Auf eine Asphaltierung, die zunächst im Zuge des großen Schwanenteich-Umbaus geplant war, wird verzichtet. An den drei Landzungen werde das Westufer zudem mit Stauden bepflanzt, heißt es in der Presseerklärung. Ausschreiben und vergeben will die Gartenschau GmbH auch die Gestaltung des Anschlusses der neuen Schwanenteichbrücke an die Kastanienallee. An dieser Stelle soll ein etwa 100 Quadratmeter großer mit Naturstein gepflasterter Platz mit zwei Eckbänken entstehen.

Laut Ludwig Wiemer, Geschäftsführer der Gartenschau-Gesellschaft, sollen diese Arbeiten Anfang Juni beginnen. »Die Pflege der jeweiligen Geländeflächen sind in der Ausschreibung enthalten, daher werden diese Maßnahmen bis kurz vor der Eröffnung andauern«, erklärte Wiemer. Die Baukosten für alle drei Maßnahmen schätzte er auf rund 160 000 Euro.

Letzter Interessent aus Sachsen

Wie Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich (Grüne) gestern auf Anfrage zudem mitteilte, gibt es noch keine Entscheidung, ob es am Neuen Teich zu einem dauerhaften Gastronomiebetrieb kommt. Derzeit führe die Stadt mit einem Investor aus Sachsen »Endverhandlungen«. Sollten diese Gespräche zu keinem Ergebnis führen, bleibe es bei einem gastronomischen Angebot nur während der Landesgartenschau, das dann ausgeschrieben werde. Ein Ergebnis der Verhandlungen könnte aber auch sein, dass der Anbieter aus dem Osten zwar den Zuschlag erhält, die Plattform am Nordwestufer des Neuen Teichs aber erst nach der Gartenschau mit einem Restaurant überbauen kann, weil die verbleibende Zeit bis zum Beginn der Großveranstaltung in 13 Monaten nicht ausreicht, erläuterte Weigel-Greilich. Das Projekt »Palmencafé« war im Rahmen einer Interessenbekundung vor einem Jahr ausgelobt worden. Das Unternehmen aus Sachsen ist das letzte, mit dem die Stadt noch verhandelt.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos