28. Juni 2013, 21:54 Uhr

Entwürfe für »Theaterlabor« vorgestellt

Gießen (jri). Der Neubau eines sogenannten »Theaterlabors« der Justus-Liebig-Universität Gießen im Innenstadtbereich nimmt allmählich Gestalt an – zumindest in Modellform: Am Freitag wurden die Ergebnisse des europaweiten Architekten-Ausschreibungs-Wettbewerbs für dieses 5,7 Millionen Euro teure Vorhaben präsentiert.
28. Juni 2013, 21:54 Uhr
Vom Gießener Architekten Jürgen Hauck stammt einer der beiden Siegerentwürfe. Alle Modelle für den Neubau sind bis 10. Juli in der Bismarckstraße zu sehen. (Foto: Schepp)

Das »Theaterlabor« soll zwischen Ludwigstraße, Bismarckstraße, Stephanstraße und Goethestraße angrenzend an die Grünfläche bzw. den Spielplatz in der Stephanstraße gebaut werden und den Studierenden am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften ab dem Jahr 2016 als klassische sowie experimentelle Bühne dienen.

Aus 13 eingereichten Beiträgen von Architekten, Stadtplanern und Landschaftsarchitekten wählte die Jury – besetzt mit externen Gutachtern, Vertretern des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Finanzministeriums, der Universität Gießen, der Stadt Gießen und des hessischen Baumanagements – in einer 14-stündigen Sitzung einstimmig zwei Siegerentwürfe aus. Zum einen ein Modell des Gießener Architekten Prof. Jürgen Hauck (Büro hjp) in Zusammenarbeit mit einem Garten- und Landschaftsarchitekten aus Berlin, zum anderen ein Modell von »Code Unique« Architekten aus Dresden. Beide gewannen je 13 500 Euro Preisgeld. Dahinter folgen punktgleich auf Rang vier Entwürfe von Büros aus Münster/Bonn und Berlin (je 7500 Euro) sowie aus Luxemburg/Trier und Stuttgart (je 3000 Euro).

»Die beiden Siegerentwürfe wurden deshalb mit klarem Vorsprung gegenüber den anderen Arbeiten ausgewählt, weil sie in besonderer Form den Eindruck vermitteln, dass man den Theaterwissenschaftlern bei ihrer Arbeit zusehen kann«, sagte Universitäts-Präsident Joybrato Mukherjee. Zudem überzeugten die Entwürfe die Jury durch »eine angemessene architektonische Interpretation des Themas ›Theaterlabor», die überzeugende städtebauliche Strukturierung des Campus rund um das Uni-Hauptgebäude sowie eine gelungene Einbindung der Freianlagen«.

Welches Modell letztlich gebaut wird, ist aber noch offen. »Die endgültige Entscheidung soll bis Ende August getroffen werden«, sagte Friedhelm Dorndorf vom Hessischen Baumanagement.

Der 8,50 Meter hohe Neubau soll über eine Nutzfläche von 580 Quadratmetern verfügen, davon rund 320 Quadratmeter für den Bühnenraum. Er wird durch das Hochschulbauprogramm Heureka des Landes finanziert. Aus diesem Programm stehen bis 2020 allein für die Universität Gießen 440 Millionen Euro bereit.

»Der Neubau wird unsere Fantasie sicher weiter beflügeln«, sagte Prof. Heiner Goebbels, der seit 14 Jahren am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften lehrt. Man spüre, dass dieser Bau ein sehr offenes und öffentliches Haus sei und von allen Beteiligten gewollt und akzeptiert werde, sagte Jury-Vorsitzender Zvonko Turkali (Frankfurt).

Oberbürgermeistern Dietlind Grabe-Bolz freute sich über die Bereicherung der kulturellen Landschaft, die von dem neuen Theaterlabor im Herzen der Stadt ausgehen werde: »Dieser Ort wird eine Inspirationsquelle für Kulturschaffende sein«, prognostizierte sie.

Die Wettbewerbsarbeiten werden vom 1. bis 10. Juli im Georg-Büchner-Saal (Bismarckstraße 37) präsentiert. Die Ausstellung ist montags bis samstags jeweils von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

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