23. Oktober 2019, 22:08 Uhr

Eine Reise durch die Republik

23. Oktober 2019, 22:08 Uhr
Der in Langgöns aufgewachsene Journalist Christoph Amend ist seit vielen Jahren Chefredakteur des Zeit-Magazins. (Foto: pm)

»Was ist aus dem Land geworden, in dem ich aufgewachsen bin?« Diese Frage hat sich Journalist und Autor Christoph Amend gestellt. Der gebürtige Gießener (Jahrgang 1974), in Langgöns aufgewachsen und in Butzbach zur Schule gegangen, ist heute Chefredakteur des Zeit-Magazins und Herausgeber der Weltkunst, dem Kunstmagazin der Zeit. Für sein aktuelles Buch »Wie geht’s dir, Deutschland?«, das im August bei Rowohlt erschienen ist, war die eingangs gestellte Frage der rote Faden. Amend ist durch sein Heimatland gereist, hat ganz unterschiedliche Menschen getroffen und sich mit ihnen über Deutschland unterhalten. Gesprächspartner waren dabei unter anderem auch seine Eltern, an denen Amend neue Seiten entdeckte und von denen er ganz neue Einblicke in deren Leben erhielt. Am Dienstagabend, 26. November, um 19.30 Uhr wird Amend im Forum der Volksbank Mittelhessen im Schiffenberger Weg 110 in Gießen aus seinem Buch lesen und sich im Anschluss den Fragen von Moderator Dr. Lars Witteck stellen. Der jetzige Volksbank-Vorstand war in seiner Zeit als Regierungspräsident vor Ort in Gießen mit der sogenannten Flüchtlingskrise beschäftigt, durch die sich Deutschland auch verändert hat.

Schon vor 15 Jahren hat Amend die Großväter dieser Republik besucht. Er hat mit Richard von Weizsäcker, Egon Bahr, Hellmuth Karasek, Joachim Fest, Erich Loest und dem Gießener Horst-Eberhard Richter über ihre Erfahrungen mit diesem Land gesprochen. Nun trifft der Chefredakteur des »Zeit-Magazins« Frauen und Männer aller Generationen um herauszufinden, wie es Deutschland heute geht. Mit den Antworten der Großväter von damals im Kopf besucht er unter anderem Herbert Grönemeyer, Hellmuth Karaseks Tochter Laura, Jens Spahn und das einstige »Mädchen der Nation« Lena Meyer-Landrut. Amend fährt an die Orte, in denen Deutschland gerade mit sich ringt. Und er trifft Menschen, die ihm mehr über die Spaltung des Landes erzählen können. Eine 19-Jährige, die die AfD bereits im Schulunterricht durchgenommen hat, oder eine 95-Jährige, die als Flüchtling nach Deutschland kam und heute selbst Angst vor Fremden hat. Mit seinem eigenen 75-jährigen, noch im Krieg geborenen Vater streitet sich Amend über die politische Lage. Der Vater schimpft, dass sein Sohn, als Teil der politischen Elite in Berlin, gar keinen Bezug mehr zum Leben der normalen Leute hätte. Auch in Gießen wird sich Amend den Fragen stellen, wie es Deutschland geht und wie es für Deutschland weitergeht.

Neue Einblicke von Amends Eltern

Bevor Amend zur »Zeit« wechselte, war er verantwortlich für die Sonntagsbeilage des Berliner Tagesspiegel und stellvertretender Redaktionsleiter des Jetzt-Magazins der Süddeutschen Zeitung. Mit Iris Berben veröffentlichte er 2012 das Buch »Ein Jahr, ein Leben«, 2011 gab er den Band »Die Grünen - das Buch« mit heraus. Für sein Buch »Morgen tanzt die ganze Welt - die Jungen, die Alten, der Krieg« wurde er 2004 mit dem Hermann-Hesse-Nachwuchspreis ausgezeichnet.

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