30. Mai 2019, 16:48 Uhr

Ein weiteres Provisorium

30. Mai 2019, 16:48 Uhr
Das diesjährige Organisationsteam der Theatermaschine postiert sich auf einem der Sofas des Festivalzentrums in der georg-Philipp-Gail-Straße 5. (Foto: gl)

»Wir schlafen auf der Bettritze in fremden Spielstätten«. Der angebliche Kurator der Theatermaschine, der Werkschau der Studierenden des Fachbereichs Angewandte Theaterwissenschaften, bringt es im selbstironischen Video zur Eröffnungsfeier auf den Punkt. Die Theaterwissenschaftler haben es in diesen Zeiten nicht ganz einfach: Im Stammhaus im Philosophikum II wird saniert, der Theaterlaborneubau ist noch lange nicht fertig, auch bei der Ausweichstätte Strahlenzentrum geht es nicht schnell genug voran. Doch mit der Zwischenraumnutzung »Prototyp« in der Georg-Philipp-Gail-Straße 5 konnten die Studierenden nun ein weiteres Provisorium einweihen und dort ihr Festivalzentrum für die Theatermaschine eröffnen. Mit Kinocenter und Lahnfenster wurden zudem neben der Alten Unibibliothek und kleinen Probebühnen weitere Spielstätten erschlossen. »Das Programm ist dicht getaktet«, erläutert Eva vom Organisationsteam. Doch man habe darauf geachtet, dass es möglichst keine Überschneidungen gibt und sich jeder Besucher auch tatsächlich alles anschauen kann.

Traditionell wird die Theatermaschine von den neuen Erstsemestern im Team organisiert. »Eine spannende Herausforderung«, meint Eva, doch so kämen die Neuzugänge im Studiengang auch gleich in Kontakt mit den anderen und man könne schon als Team zusammenwachsen.

Die Theatermaschinenmacher laden noch bis zum Sonntag, 2. Juni, in das Festivalzentrum zu diversen »Kritiktalks« ein und es gibt auch eine »Library of critique,«, in der Besucher in kleinen Büchern Kommentare hinterlassen können. Mehrere Installationen bieten im »Prototyp« an allen Theatermaschinen-Tagen etwas zu entdecken. Auf einem Sofa kann man sich, mit einem Hannelore-Elsner-Porträt im Rücken, mittels Kopfhörern Svenja Polonjis und Leonie Hahns Video »Our own private crisis« über scheiternde Schauspielambitionen anschauen oder hinter einer Plastikplane an einem Computer unter dem Titel »Entanglements« einen von Finn Cam und Paula Trummer eingestellten Text erweitern. Im Keller des »Prototyp« zeigt Maria Obermeier Fotos vom Aufeinandertreffen von Personen in zwanzig verschiedenen Situationen.

Was es wann und wo zu sehen gibt, darüber kann man sich im Detail informieren auf www.theatermaschine19.wordpress.com.

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