14. Februar 2017, 06:00 Uhr

Sommerlad-Boss wird 50

Ein möbliertes Leben

Frank Sommerlad ist einer der führenden heimischen Wirtschaftsvertreter und einer der bekanntesten Gießener Köpfe. Heute feiert er seinen 50. Geburtstag. Ein Porträt.
14. Februar 2017, 06:00 Uhr
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Von Guido Tamme , 1 Kommentar
Wo sonst? Frank Sommerlad steht in seinem Möbelhaus neben einem Regal. Heute feiert er seinen 50. Geburtstag (Foto: Schepp)

Er macht gern Späße, spricht manchmal etwas schnell und wirkt dann gar nicht wie ein smarter Handelsmanager. Aber Frank Sommerlad ist einer der führenden heimischen Wirtschaftsvertreter. Sonst wäre der gebürtige Gießener und Chef von rund 600 Beschäftigten kaum angesehenes Mitglied der IHK-Vollversammlung und des Aufsichtsrats der Volksbank Mittelhessen.

Ehrenamtlich aktiv ist Frank Sommerlad seit vielen Jahren auch im Rotary-Club »Altes Schloss«. Derzeit ist er dort Projektmanager, aber auch als »Feierbiest« hat er in diesem Freundeskreis einen Namen.

Der Jubilar, der am 14. Februar seinen 50. Geburtstag feiert, ist in der Alicenstraße aufgewachsen, ganz in der Nähe des Familienbetriebs, der 1951 von Beuern an die Ecke Flutgraben/Bahnhofstraße in Gießen umgesiedelt war. »Die Wieseck war unser Abenteuerspielplatz«, erinnert er sich an seine Kindheit. Nach dem Umzug der Familie nach Launsbach besuchte er die Wettenbergschule und danach die Gießener Friedrich-Feld-Schule bis zum Wirtschaftsabitur. Dem Grundwehrdienst folgte ein Betriebswirtschaftstudium an der Fachhochschule Gießen-Friedberg.

Parallel dazu war der Unternehmersohn schon ab dem 14. Lebensjahr ständig in der Firma tätig gewesen. Erst in der Warenannahme der »Holzbude« und später im Verkauf. Als Student war er bereits Assistent der Geschäftsleitung.

Mit 26 begann Sommerlad offiziell im Unternehmen, als Geschäftsführer des Möbel-Mitnahme-Zentrums in Krofdorf-Gleiberg. Diese Großhandlung krempelte er um zum Billigmöbel-Verkauf. Der war auf Anhieb rentabel und verschaffte dem Junior fachliche Anerkennung: »Jetzt war klar, dass ich nicht von Beruf Sohn bin«, schmunzelt er.

In den folgenden Jahren stand die Aussiedlung der »Möbelstadt« aus dem zu eng gewordenen Quartier in der Innenstadt an den neuen Standort im Schiffenberger Tal an. Den schwierigen Geländeerwerb bewältigten Vater und Sohn noch gemeinsam. Doch nach Rudolfs frühem Tod 1998 musste Frank den 2000 eingeweihten Neubau allein stemmen.

Seinen ersten großen Rückschlag erlebte der Alten-Busecker, als 2016 der vorgesehene Umzug der Fuldaer Filiale am Bauplanungsrecht scheiterte. Die Dependance mit ihren 130 Arbeitsplätzen muss deshalb schließen.

Frank Sommerlad ist seit 1996 verheiratet mit Kerstin, mit der er 2002 als Gießener Prinzenpaar fungierte. Die beiden haben zwei Söhne im Alter von 17 und 18 Jahren. Der Neu-Fünfziger hält sich fit, in dem er zwei- bis dreimal pro Wochen läuft, auch im Winter. Er ist zudem leidenschaftlicher Skifahrer und auch dem »Après-Ski« nicht abgeneigt. Als großer Unterstützer der Tour der Hoffnung tauscht er stets im August den Business-Anzug gegen das grüne Trikot. Für ein weiteres großes Sporthobby, das Segeln, bleibt indes keine Zeit.

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