18. November 2018, 18:23 Uhr

Ein Kranz für die Toten

18. November 2018, 18:23 Uhr
Monsignore Hermann Heil, Dietind Grabe-Bolz und Joachim Grußdorf bei der Kranzniederlegung auf dem Neuen Friedhof. (Foto: hin)

Mit einer Kranzniederlegung auf dem Neuen Friedhof haben Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Joachim Grußdorf und Monsignore Hermann Heil (Katholische Kirche) der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft gedacht. Als Vertreter der Bundeswehr nahm Oberstleutnant Jürgen Marx an der zentralen Veranstaltung zum Volkstrauertag teil. Der Gießener Bläserkreis unter der Leitung von Alfred Joswig sorgte für die musikalische Umrahmung. Parallele Feiern gab es in Allendorf, Lützellinden, Rödgen und Wieseck. In Kleinlinden findet sie eine Woche später statt.

Grabe-Bolz erinnerte an die Gedenkfeier in London zum Ende des Ersten Weltkriegs. Mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte erstmals ein deutsches Staatsoberhaupt daran teilgenommen. Seine Anwesenheit zeuge von Versöhnung und von der Hoffnung auf eine Zukunft in Frieden und Freundschaft, sagte die OB. Sie gedachte der fast neun Millionen Soldaten und mehr als sechs Millionen Zivilisten, die zwischen 1914 und 1918 getötet worden waren.

Auch wenn die Menschen in Deutschland seit über 70 Jahren in Frieden lebten, so gehöre das gewaltsame Austragen von Konflikten doch zum Alltag von Millionen Menschen weltweit. Kaum ein Tag vergehe ohne die Nachrichten von Bürgerkriegen, Konflikten, Anschlägen und Flüchtlingsströmen. Grabe-Bolz rief dazu auf, auf die Ursachen hinzuweisen und sich mit allen Kräften dafür einzusetzen, dass Gewaltherrschaft und Unmenschlichkeit sich nicht wiederholen.

Monsignore Heil rief dazu auf, sich für ein vorurteilsfreies Miteinander einzusetzen. »Wenn heute wieder Staatsmänner sich unbedacht oder gezielt einer hasserfüllten, waffenklirrenden Rhetorik bedienen – dann sind Christen gefragt, sich für eine andere Politik stark zu machen.,« zitierte Heil den Bischof von Münster, Dr. Felix Genn.

Im Anschluss an die zentrale Gedenkfeier auf dem Neuen Friedhof fanden Kranzniederlegungen auch an den Gedenkstätten für ausländische Soldaten und für Bombenopfer, am Mahnmal für die deportierten und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger Gießens und am Friedhof für Fremdarbeiter statt.

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