04. März 2019, 21:32 Uhr

Dreitägige Warnstreiks am Universitätsklinikum

04. März 2019, 21:32 Uhr
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Aus der Redaktion

Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen. Er beginnt an diesem Mittwoch um 9 Uhr mit einer Kundgebung am Haupteingang des Klinikums Gießen in der Gaffkystraße. Ziel sind eine deutliche Gehaltserhöhung und eine »gerechte Eingruppierung«.

Die Tarifparteien verhandeln bereits seit mehreren Monaten über einen neuen Tarifvertrag zur Eingruppierung. Bislang habe der Arbeitgeber keinerlei Verbesserungen auf den Tisch gelegt, heißt es in einer Mitteilung. Verdi fordert die Übernahme der Eingruppierung des öffentlichen Dienstes, wie sie beispielsweise an den kommunalen Kliniken in Hessen in Kraft sei. »Die Frustration über das Verhalten des Arbeitgebers ist hoch. Die Beschäftigten sehen, was woanders bezahlt wird. Viele wandern ab, neue Kolleginnen sind so nicht zu gewinnen«, so Fachsekretär Fabian Dzewas-Rehm. Die im öffentlichen Dienst gültige Eingruppierung wurde von Verdi verhandelt und ist seit Beginn des Jahres 2017 in Kraft.

Die Tarifverhandlungen werden am kommenden Donnerstag, 7. März, fortgesetzt. Sie betreffen die circa 7000 nichtwissenschaftlichen Beschäftigten des UKGM. Zuletzt hatte Verdi am 6. Februar die Beschäftigten aus Aus- und Fortbildung zum Streik aufgerufen.

Am Donnerstag gibt es von 9 bis 11 Uhr eine weitere Kundgebung vor dem Haupteingang Neubau, am Freitag, 8. März, ab 8 Uhr folgt dort eine Kundgebung mit anschließender Fahrt nach Marburg, wo eine Demonstration geplant ist.

UKGM: Kein Grund für Streiks

Die Geschäftsführung des Universitätsklinikums hält den Aufruf von Verdi zu Warnstreik für »unbegründet«. »Wir sind derzeit in guten Gesprächen über die Anpassung der Eingruppierungen und stehen am Anfang der Entgelttarifverhandlungen. Deshalb gibt es keinen Grund, unsere Unikliniken zu bestreiken«, sagte gestern der Vorsitzende der Geschäftsführung, Gunther K. Weiß.

Er verbindet dies mit einem Appell an alle Beschäftigten, sich nicht an diesen Arbeitsniederlegungen zu beteiligen und die Patientenversorgung auch an diesen Tagen sicherzustellen.



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