01. August 2008, 23:02 Uhr

Dieter Gail jetzt »Ehrenschlammbeiser«

Gießen (mö). Lange musste der gebürtige Frankfurter darauf warten, aber ab sofort darf sich Stadtverordnetenvorsteher Dieter Gail nun auch als Schlammbeiser bezeichnen. Zum 70. Geburtstag wurde dem CDU-Politiker gestern von Axel Pfeffer der Titel »Ehrenschlammbeiser« verlieren.
01. August 2008, 23:02 Uhr
Mitten unter den Laudatoren und Gratulanten (v.l.) Heinz-Peter Haumann, Volker Bouffier, Schlammbeiser Axel Pfeffer, Karlheinz Bührmann und Dieter Schlempp freut sich Dieter Gail über die Anteilnahme zu seinem 70. Geburtstag. (Foto: Schepp)

Gießen (mö). Lange musste der gebürtige Frankfurter darauf warten, aber ab sofort darf sich Stadtverordnetenvorsteher Dieter Gail nun auch als Schlammbeiser bezeichnen. Zum 70. Geburtstag wurde dem CDU-Politiker gestern von Axel Pfeffer der Titel »Ehrenschlammbeiser« verlieren. Aber nicht nur das Gießener Original gratulierte dem »Ersten Bürger« Gießens, sondern viele polititische, berufliche Weggefährten und natürlich die Familie waren in den Garten des Restaurants »Schlosskeller« gekommen, um einen »sehr beliebten, aber nie beliebigen« Menschen zu feiern, wie Staatsminister Volker Bouffier sagte.

Es war eine illustre und gleichzeitig aufgeräumte Gesellschaft, die sich im Schatten des Heidenturms gestern Vormittag versammelt hatte. Außer Bouffier trugen sich Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann, CDU-Fraktionschef Klaus-Peter Möller, für die SPD Gails Vorvorgänger Dieter Geißler, Städtetags-Direktor Dieter Schlempp und Frankfurts Parlamentschef Karlheinz Bührmann für die AG der hessischen Stadtverordnetenvorsteher in die Rednerliste ein. Moderiert wurde der Empfang von Gails Stellvertreterin Annette Greilich, am Klavier saß Ulrich Vieth.

Gail habe sich über eine lange Strecke »Anerkennung und Respekt, sogar Zuneigung« erworben und Wertschätzung über Parteigrenzen hinweg erfahren, weil er die Welt »nie verengt« nur aus der Perspektive seiner CDU sehe, lobte Bouffier den Altersjubilar, der sich politisch engagiere, »um die Zukunft nicht dem Zufall zu überlassen«, zitierte er den Neu-70er. Dieter Gail sei eine »Persönlichkeit mit vielen Facetten, ein Mann, auf den diese Stadt stolz sein kann«, stellte Bouffier fest.

Der so auch von den anderen Rednern Belobigte bekam keinesfalls rote Ohren, sondern überraschte mit dem Bekenntnis, »gar nicht so bescheiden zu sein, wie mancher denkt.« Gail bekannte: »Mir hat das gutgetan.« Danach überließ der leidenschaftliche Altsprachler seine Dankesworte einigen ganz alten Weggefährten: den Philosophen der Antike. Zum Bildungsbürger Dieter Gail passte schließlich auch dessen Wunsch an die Gäste, statt Geschenken einen kleinen Obolus für das Kulturprojekt »Gießener Köpfe« zu entrichten.

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