25. Oktober 2019, 22:11 Uhr

Die vergessene Revolutionärin

25. Oktober 2019, 22:11 Uhr

Die Wintervortragsreihe des Oberhessischen Geschichtsvereins startet am Mittwoch, 30. Oktober, im Alten Schloss um 19 Uhr. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Der Eintritt ist frei.

Referentin Cornelia Naumann (München) berichtet über »Die vergessene Revolutionärin Sonja Lerch«, die Ende Januar 1918 eine Woche lang an der Seite von Kurt Eisner einen pazifistischen Aufstand mobilisiert. Durch Generalstreik will sie den Krieg beenden, den König verjagen und die Republik ausrufen. Sie hält flammende Reden gegen den Krieg, ruft die Arbeiter der Rüstungsfabriken zum Streik, rennt von Versammlung zu Versammlung. Dann wird sie festgenommen wegen Landesverrat.

Der Name der Frau: Sarah Sonja Rabinowitz-Lerch (1882-1918), später verächtlich »russische Steppenfurie« genannt. Ihr Gatte, Professor Lerch, sagte sich öffentlich von ihr los, da er seine Universitätskarriere durch das skandalöse Verhalten seiner Frau nicht gefährden wollte. Nach wenigen Wochen stirbt Sonja unter mysteriösen Umständen im Gefängnis Stadelheim.

Cornelia Naumann, Autorin und Dramaturgin, hat dem Leben der russischen Jüdin in München nachgespürt und daraus einen packenden Roman gemacht. Beim Geschichtsverein wird sie diesen mit Erläuterungen vorstellen. Der Gießen-Bezug: Sarah Sonja Rabinowitz hat an der Gießener Universität Nationalökonomie, Philosophie und Deutsche Literatur studiert und promoviert. Und sie hat hier 1914 den Romanistikdozenten Eugen Lerch geheiratet.

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