21. Juni 2009, 21:00 Uhr

Die Herderschule verabschiedete 125 Abiturienten

Gießen (olz). 125 Abiturienten der Herderschule wurden in feierlichem Rahmen in der verabschiedet. Dazu konnte Schulleiter Dieter Gath auch zhlreiche Ehemalgie begrüßen, die vr 50 und 60 Jahren im Alten Realgymnasium, dem Vorläufer der Herderschule, ihre Reifezeugnisse erhalten hatten.
21. Juni 2009, 21:00 Uhr
Wurden als Jahrgangsbeste ausgezeichnet: Susanne Enke, Constantin Finkbeiner, Franziska Fischer, Holger Gräf, Anna Hein, Jannis Kaiser, Raphael Knecht, Elisa Kraus, Arne Pankratz, Marius Schmidt und Elisa Wallwaey. (Foto: olz)

Absolventen für besondere Leistungen ausgezeichnet

Zahlreiche Abiturienten wurden bei einer feierlichen Verabschiedung in diesem Jahr für herausragende Leistungen von der Herderschule geehrt.

Als Jahrgangsbeste wurden ausgezeichnet (Notendurchschnitt im Klammern): Susanne Enke (1,0), Holger Gräf (1,0), Franziska Fischer (1,1), Anna Hein (1,3), Raphael Knecht (1,3), Arne Pankratz (1,3), Constantin Finkbeiner (1,4), Jannis Kaiser (1,4), Elisa Kraus (1,4), Marius Schmidt (1,4) und Elisa Wallwaey (1,4).

Das »CertiLingua-Zertifikat« bekamen Susanne Enke und Franziska Fischer. Holger Gräf erhielt das »AP-Zertifikat Physics«, Prädikat »extremly well Qualified«, Luisa Guhlich das »AP-Zertifikat« für »European History«, Susanne Enke erwarb ein »well qualified« im Fach »Calculus«.

Holger Gräf erhielt für seine herausragende Arbeit im Leistungskurs Physik einen Buchpreis der »Deutschen Physikalischen Gesellschaft« und wurde mit Raphael Knecht, Arne Pankratz und Marius Schmidt in die DPG aufgenommen.

Vom Verband der chemischen Industrie wurde Rebecca Köhl für ihre Arbeit im Leistungskurs Chemie ausgezeichnet. Besondere Leistungen im Fach Chemie haben ebenfalls Dominik Bechthold und Niklas Bremer erbracht, die von der Schule einen Buchpreis erhielten.

Bücher vom Förderverein

Darüber hinaus haben sich zahlreiche Schüler durch ihr besonderes Engagement, beispielsweise durch die Betreuung der Medientechnik der Schule oder den Einsatz im Rahmen von Musical- oder Theater-AGs, verdient gemacht. Im Namen des Ehemaligen- und des Fördervereins erhielten ein Buchgeschenk: Niklas Bremer, Christoph Diegel, Christian Emrich, Johanna Evers, Constantin Finkbeiner, Larissa Geier, Dennis Gilbert, Holger Gräf, Felix Hutmacher, Niko Ilias, Florian Kaletsch, Lucas Lindemann, Tobias Ludwig, Carla Reuter, Simon Runzheimer, Christopher Schmidt, Christian Wack, Benjamin Wagner, Sven Wasserthal, Juliane Weber und Anna Wieber. (olz)

»Haltet Augen und Ohren offen, sucht und findet Euren Platz in der Welt, denn jeder von Euch ist etwas Besonderes. Ihr müsst es nur erkennen«, so Elternbeiratsvorsitzende Birgit Schleenbäcker-Lohfink in ihrer Rede zu 125 Abiturienten der Herderschule. Sie erhielten am Samstagmorgen ihre Abschlusszeugnisse und wurden in feierlichem Rahmen in der Sporthalle B der Schule verabschiedet. Neben den Absolventen und ihren Angehörigen konnte Schulleiter Dieter Gath zahlreiche Ehemalige unter den Gästen begrüßen.

»Die Herderschule nimmt heute konzeptionell und von der Schülerschaft her eine exponierte Stellung in der heimischen Bildungslandschaft ein. Darüber bin ich sehr glücklich«, sagte Gath in seiner Begrüßungsrede. Zahlreiche zusätzliche Zertifikate, die Schüler neben dem Abitur an der Schule erwerben könnten, verbesserten ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die ausgezeichneten Leistungen des nunmehr verabschiedeten Jahrgangs und das besondere Engagement vieler Schüler trügen zudem dazu bei, den guten Ruf, den sich die Herderschule bereits erarbeitet habe, weiter auszubauen.

Einige der Absolventen hätten - so der Direktor in diesem Jahr das »CertiLingua-Zertifikat« erwerben können. Sie hätten nicht nur am zweisprachigen Unterricht teilgenommen, sondern sich auch besondere internationale Kenntnisse angeeignet, beispielsweise durch einen Auslandsaufenthalt. Sehr gute Kenntnisse in »Microeconomics«, »Biology« oder anderen Fächern, gepaart mit sehr guten Englischkenntnissen, hätten sich daneben einige Abiturienten mit dem »AP-Zertifikat« bescheinigen lassen. Darüber hinaus seien zahlreiche »Cambridge- DELF- und DELE-Sprachzertifikate« erworben worden. Den ersten großen Sieg auf dem Weg in die weite Welt bescheinigte den Abiturienten im Anschluss Elternbeiratsvorsitzende Birgit Schleenbäcker-Lohfink. Sie forderte die Absolventen auf, sich selbst und den eigenen Platz im Leben zu finden. Jeder von ihnen habe eine einzigartige Persönlichkeit, die er verwirklichen müsse.

Im Zuge der Ehrungen der diamantenen (60-jähriges Jubiläum) und der goldenen Abiturienten (Abschluss vor 50 Jahren) berichteten Georg Heidenreich, Udo Rau und Prof. Volker Bergen von ihrer Schul- und Studienzeit. Heidenreich, der 1949 abgeschlossen hatte, erzählte von den schwierigen Jahren während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Spätestens in dem Moment, als die Schule im Dezember 1944 brannte, habe der Schrecken jeden Schüler erreicht gehabt. Geordneter Unterricht in Gießen sei für die Oberstufenschüler erst Anfang 1946 wieder möglich gewesen. Rau, Abschluss 1959, berichtete, dass sich seine Klasse noch heute, wie bereits zur Schulzeit beschlossen, jährlich treffe und gemeinsam Ausflüge unternommen würden. Eine Fahrt nach Berlin sei 33 Jahre nach dem Abitur gemacht worden, weil sie vom damaligen Schulleiter wegen schlechten Benehmens gestrichen worden war.

Bergen sprach von seinen Erfahrungen als Hochschullehrer. Die Universität habe sich mit den Jahren sehr stark gewandelt und auf Studenten von heute kämen große Herausforderungen zu, sagt er. Darüber hinaus überreichte er Schulleiter Gath gemeinsam mit seinen alten Schulkameraden aus der zweiten Klasse des Abschlussjahrgangs 1959 als Spende einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. Das Geld wird auf ein Sozialkonto der Schule eingezahlt, von dem Schüler bezuschusst werden, deren Eltern Klassenfahrten nicht voll bezahlen können.

Der Ehrung von Absolventen, die sich in besonderer Weise um die Schule verdient gemacht hatten, durch Lehrerin Inge Reich und dem Vorsitzenden der Ehemaligen Vereinigung Peter Bourcarde folgte die Auszeichnung der Jahrgangsbesten durch den Schulleiter. Elf der Abiturienten konnten einen Notendurchschnitt von mindestens 1,4 erreichen. Nach der Ausgabe der Abiturzeugnisse, die Gath und der Oberstufenleiter Ralph Seibel gemeinsam vorgenommen hatten, hatte der Schülervertreter das letzte Wort. In seiner Rede beschrieb Sven Wasserthal seinen Jahrgang als eine der stärksten Gemeinschaften, die es je an der Schule gegeben habe. Vor allem seine Mitschüler hätten ihn die Enttäuschung über die Architektur der Schule schnell vergessen lassen.

Musikalisch wurde das Programm von Tom Feldrappe am Klavier und der Geigengruppe um Elena Bethke begleitet.

Die Fotos von der Ehrung der Ehemaligen, die vor 50 und 60 Jahren ihr Abitur am Alten Realgymnasium abgelegt hatten, veröffentlicht die AZ in der Dienstagausgabe. Die Namen aller Gießener Abiturienten 2009 werden kurz vor den Sommerferien vorgestellt.

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