31. Mai 2018, 17:46 Uhr

Die Folgen des Unwetters: Eine Auswahl

31. Mai 2018, 17:46 Uhr

Vitos-Klinik : Die Vitos-Klinik in der Licher Straße war besonders stark betroffen. Das Wasser hatte unter anderem die Verteilerkästen beschädigt, weshalb der Strom ausfiel. Die Sicherheit und Versorgung der Patienten sei jedoch jederzeit gewährleistet gewesen, betonte Unternehmenssprecher René Kuke. Vier Patienten seien aus medizinischen Gründen vorsorglich in umliegende Kliniken verlegt worden. »Die Aufräumarbeiten dauern an, in einigen Räumen steht noch Wasser«, sagte Kuke am Mittwoch. Wie hoch der Schaden sei, könne man derzeit noch nicht sagen.

Uniklinik : Hier brach das Wasser an mehreren Stellen ein, vor allem rund um die Notaufnahme. »Wir mussten aber nicht evakuieren. Alle Patienten waren stets in sicheren Händen«, sagte Sprecher Frank Steibli. Zwei Stunden lang habe die Klinik keine Notfallpatienten annehmen können. Dank der Einsatzkräfte und des hausinternen Notfallteams seien am Mittwoch kaum noch Folgen des Wassers zu sehen gewesen. Nun steht die Schadensprüfung an. Steibli: »Es wird noch einige Zeit dauern, bis die endgültige Schadenssumme ermittelt ist.«

Universität : Die Justus-Liebig-Universität klagt über diverse vollgelaufene Keller, zum Beispiel im Uni-Hauptgebäude und dem Neuen Schloss. Die neue Außensportanlage sowie das Mehrzweckverfügungsgebäude am Kugelberg standen komplett unter Wasser. Die Schäden sind noch nicht abzusehen.

Geschäfte : In etlichen Geschäften sorgte der Regen für Probleme. Im Schuhhaus Darré stand die gesamte Herren- und Kinderabteilung unter Wasser. Bis weit nach Mitternacht waren die Mitarbeiter im Einsatz, sie pumpten, saugten, wischten und räumten. Um 6 Uhr morgens ging es dann weiter, sodass der Laden pünktlich um 9.30 Uhr öffnen konnte. »Ein Riesenkompliment an meine gesamte Mannschaft«, sagt Geschäftsführer Heinz-Jörg Ebert. Ähnlich zu kämpfen hatte auch die Salatbar Tom & Sally’s. Das Team vom Spielwarengeschäft Fuhr musste ebenfalls immense Aufräumarbeiten bewältigen. Betroffen war zudem Runners Point in der Fußgängerzone. Das Schuhgeschäft konnte wegen Wasserschäden erst am Mittwochnachmittag öffnen. Der DAK-Filiale in der Südanlage erging es nicht besser, wegen der Schäden ist lediglich eine Notberatung möglich.

Mensa : Zu massiven Wassereinbrüchen kam es an mehreren Stellen in der Mensa Otto-Behaghel-Straße, der größten Verpflegungseinrichtung des Studentenwerks. Teile der Deckenverkleidung stürzten in den Gastraum, die Brandmeldeanlage war zeitweise außer Betrieb gesetzt. Die Aufnahme der Schäden und erste Maßnahmen zur Behebung werden mindestens zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Gutachter wird prüfen, ob das Dach saniert werden muss. Bis auf Weiteres wird die Mensa im Notbetrieb ein deutlich reduziertes Angebot anbieten. Neben der Mensa waren auch Keller im Verwaltungsgebäude sowie in den Wohnanlagen im Eichendorffring, im Leihgesterner Weg, der Grünberger Straße sowie der Ludwigstraße vollgelaufen.

Ostschule: Heftig erwischt hat es das Schulzentrum Ost, in das das Wasser durch Fenster, ein großes Flachdach sowie Versorgungs- und Lichtschächte eingedrungen war. Im Keller stand Wasser, Räume mussten gesperrt werden. Laut Stadtsprecherin Claudia Boje sollten am Mittwoch die nassen Deckenplatten ausgebaut und die Deckenkonstruktion überprüft werden. Das Gleiche gelte für die Telefonanlage und die Brandmeldeanlage. Die Maßnahmen sollen am Freitag abgeschlossen sein, damit die Schule beim Landeskinderturnfest als Übernachtungsschule genutzt werden kann.

Weitere städtische Gebäude : Wasser floss auch in das Rathaus, die Turnhalle der Herderschule und in mehrere Kitas. Ebenfalls vom Starkregen betroffen: Musikschule, Jugendherberge, Altes Schloss, Villa Leutert und Stadttheater. (chh/mö)

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