29. April 2010, 16:30 Uhr

Der Spielplan 2010/2011 des Stadttheaters

Intendantin Cathérine Miville, die Chefs von Oper, Dieter Senft, und Schauspiel, Mattias Schubert, Generalmusikdirektor Carlos Spiere, Choreograf Tarek Assam und Jugentheaterleiter Abdul M. Kunze stellten gestern im Ballettsaal ihre Pläne für die neue Spielzeit vor.
29. April 2010, 16:30 Uhr
Cathérine Miville, Abdul. Kunze, Dieter Senft, Tarek Assam, Matthias Schubert und Carlos Spiere (v. r.). (Foto: Schepp)
Die Tatsache, dass man seit Kurzem übers Internet Eintrittskarten anklicken kann, war es wohl, die das Stadttheater veranlasste, als Motto für die Spielzeit 2010/2011 das Wort »Klick« zu wählen.

Das Musiktheater
Die Barockoper »Die großmütige Tomyris« steht ab dem 19. September in der musikalischen Leitung des Spezialisten und in einer Inszenierung von Roman Hovenbitzer auf dem Spielplan des Großen Hauses, gefolgt von der Wiederaufnahme der »Zauberflöte« (29. 9.) und der Lehár-Operette »Die lustige Witwe«, die Henry Arnold für den 24. November vorbereitet; er wird auch bei »Mann – O – Money« mit den Schmachtigallen Regie führen.
»Lo Schiavo« von Carlos Gomes und »Die Hochzeit des Figaro« von Wolfgang Amadeus Mozart sind die nächsten Titel, beide Male dirigiert Spierer, es inszenieren Hans-Walter Richter und Thomas Goritzki. Die Intendantin kümmert sich um den »Besuch der alten Dame« von Gottfried von Einem, Herbert Gietzen wird dirigieren. Den Abschluss bildet »Goya« von Gian-Carlo Menotti, womit man den 100. Geburtstag des Komponisten würdigt. Im Studio ist »Trouble in Tahiti« von Leonard Bernstein vorgesehen.
Das Schauspiel
Den Beginn macht am 4. September »Die Orestie« des Aischylos in der Regie von Titus Georgi. Es schließt sich am 30. Oktober »Amadeus« von Peter Shaffer an, bei dem Astrid Jacob wieder nach Gießen kommt. Die Moritat »Graf Öderland« von Max Frisch ist die Sache von Dirk Schulz, während Wolfram J. Starczewski sich mit »Endstation Sehnsucht« von Tennessee Williams befasst.
Mit »Hauptsache Arbeit« von Sibylle Berg steht in der Regie von Hermann Schein ein aktuelles Stück auf dem Spielplan; der Erfolg »Nackter Wahnsinn« wird wieder aufgenommen.
Im Studio gibt es nach »Die Wanze« von Paul Shipton gar eine Uraufführung: »Ohne Netz« von Ane Rabe; Regie: Ragna Kirck.
Christian Fries inszeniert »Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen« von Oliver Bukowski. Wieder aufgenommen werden »Die 39 Stufen«, »Der Gott des Gemetzels«, »Das kunstseidene Mädchen« und »Alter Ford Escort dunkelblau«. Weiteres ist geplant.
Das Tanztheater
Einen Gershwin-Abend mit »Rhapsodie in Blue« und »Ein Amerikaner in Paris« bietet ab 9. Oktober Choreografien von Philip Taylor und Tarek Assam. Beim »Sommernachtstraum« (David Williams/Tarek Assam) ist das Orchester unter Spierer mit Musik von Mendelssohn und anderen dabei (12. Februar).
»Puppentänze« mit Musik von Leo Delibes und anderen (Massimo Gerardi) sowie »Dickhäuter« (Assam) und die Wiederaufnahme »C’est la vie« sind im TiL vorgesehen.
Die Sinfoniekonzerte
Die Pianistin Olga Sheps spielt am 24. August chopins Konzert Nr. 1, Spierer dirigiert. Am 5. Oktober gibt es Weber, Britten und Dvorak. Bei Brittens Serenade sind Bernhard Gärtner (Tenor) und Samuel Seidenberg (Horn) zu hören. Leitung: Herbert Gietzen.
Barber, Bernstein und Mendelssohn Bartholdy sind am 2. November an der Reihe (Leitung: Jan Hoffmann), Bach, Mozart und Hindemith am 7. Dezember (Spierer). Respighi, Strawinsky mit der Violinistin Elisabeth Kufferath, Kurtag und Tschaikowski sind am 11. Januar vorgesehen (Gietzen), Debussy, Françaix (Klarinettist Paul Meyer) und Berlioz am 22. Februar (Spierer).
Das hr-Sinfonieorchester gastiert am 17. März unter Carlos Miguel Prieto mit einem mittelamerikanischen Programm, und Rossinis »Stabat Mater« steht nach einem Werk von Bach am 20. April im Mittelpunkt (Hoffmann), Sibelius, Berwald, und Brahms (2. Klavierkonzert mit Markus Becker stehen am 24. Mai auf dem Plan (Spierer). Die konzertante Oper gehört zum Angebot.
Kinder- und Jugendtheater
Für alle Altersklassen ist wieder etwas dabei, »Herr Bello und das blaue Wunder« von Paul Maar und Ulrich Limmer ist das Stück zur Adventszeit. Im TiL wird es neben drei Produktionen eine Oper und zwei Wiederaufnahmen geben.    hpg


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