09. September 2011, 18:35 Uhr

Der Poppe-Keller wurde vermessen und dokumentiert

Gießen (pm). Der Poppe-Keller, der an diesem Wochende beim »Tag des offenen Denkmals« wieder besichtigt wird, ist von Auszubildenden des Amts für Bodenmanagement Marburg vermessen und dokumentiert worden
09. September 2011, 18:35 Uhr
Schwierige Bedingungen hatten die drei Auszubildenden des Amts für Bodenmanagement Marburg bei der Vermessung des Poppe-Kellers. Schlechte Lichtverhältnisse, Feuchtigkeit und Kälte behinderten die Arbeiten, die dieser Tage dennoch zu einem guten Ende geführt werden konnten. (Foto: pv)

Der aus dem 19. Jahrhundert stammende Poppe-Keller wurde 1944 durch Luftangriffe bombardiert. Dabei wurden einige Keller zerstört und verschüttet. Wegen anstehender Baumaßnahmen der Firma Poppe soll auch der letzte Keller zugeschüttet werden. Um dessen Geschichte der Nachwelt zu erhalten, bat die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Gießen das Amt für Bodenmanagement Marburg, zu dessen Amtsbezirk der Landkreis Gießen gehört, um die Dokumentation des verbliebenen Kellers.

Das Marburger Amt gab diese ungewöhnliche Vermessungsarbeit an drei Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres weiter. Diese waren in den zurückliegenden Wochen damit beschäftigt, die Dokumentation zu erstellen. Die Aufgabe gestaltete sich – wie es in einer Pressemitteilung heißt – aufgrund der Lichtverhältnisse, Feuchtigkeit und Kälte als schwierig. Aufgenommen wurden die Lage und die Höhe des Kellers, dessen Zugang sowie die auf dem Grundstück befindlichen Gebäude und die umgrenzende Topographie.

Mit Hilfe der erfassten Daten wurden Modelle und Höhenpläne des Geländes, des Kellers und der Gebäude als Pläne sowie in digitaler Form erstellt. Nach Abschluss der Arbeiten, die von der Firma Pope unterstützt wurden, liegen nun Dokumente mit historisch wertvollem Inhalt vor, die der Nachwelt zur Betrachtung zur Verfügung stehen.



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