05. Dezember 2014, 22:23 Uhr

Demonstration zur Flüchtlingspolitik

Gießen (sha). Die Flüchtlingsinitiative »Refugees for Change« hatte am Freitag zu einer Demonstration gegen das Dublin-Abkommen aufgerufen. Laut Polizei zogen rund 250 Personen vom Bahnhof über das Regierungspräsidium zum Berliner Platz.
05. Dezember 2014, 22:23 Uhr
Rund 250 Demonstranten zogen am Freitag vom Bahnhof aus über den Anlagenring zum Regierungspräsidium und von dort zum Berliner Platz. (Foto: Schepp)

Die frühere Berliner Mauer ist weltweit bekannt. Aber die »Mauer von Dublin«? Die ist zwar kein Bauwerk aus Stein und Beton. Vielmehr ein Schmähbegriff, mit dem Kritiker eine in der irischen Hauptstadt beschlossene EU-Verordnung zur Asylpolitik titulieren.

Unter den Teilnehmern der Aktion in Gießen waren auch viele Flüchtlinge aus Somalia und Eritrea. Zwischenfälle gab es nicht.

Die Demonstranten prangerten die Dubliner Beschlüsse als »rassistisch« an. Ihre Kritik: Viele EU-Staaten – darunter Deutschland – schieben Asylbewerber in die Länder ab, in denen die Flüchtlinge erstmals europäischen Boden betraten. Etwa nach Italien. Gerade in diesen Ländern erhielten die Flüchtlinge aber keinerlei Unterstützung und »leben dort auf der Straße«, erläuterte eine Sprecherin der Initiative gegenüber der GAZ. »Refugees for Change« fordert ein Bleiberecht für alle Flüchtlinge. Außerdem müssten diese ihre Aufnahmeländer selbst aussuchen können. Die Kosten sollten die EU-Staaten später »solidarisch« aufteilen.



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