23. März 2017, 20:15 Uhr

Das Riesenrad ist wieder da

23. März 2017, 20:15 Uhr
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Von Christoph Hoffmann
Der Break Dance darf natürlich nicht fehlen. (Foto: Schepp)

Ein Junge steht auf dem Messeplatz und legt den Kopf in den Nacken. Seine leuchtenden Augen verraten: Ihm gefällt, was er dort oben sieht. Es ist die Spitze des Liberty Wheels, das 38 Meter hohe, 125 Tonnen schwere und mit 26 Gondeln bestückte Riesenrad. Das beliebte Fahrgeschäft ist nach einem Jahr Abstinenz an die Ringallee zurückgekehrt. Noch steht es still, am Samstag wird es aber seine ersten Runden drehen. Denn dann öffnet die Frühlingsmesse ihre Pforten.

Bis zum 9. April können die Besucher an knapp 50 Ständen Karussell fahren, Zuckerwatte essen oder das ein oder andere Kaltgetränk genießen. Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich wird den Rummel um 14 Uhr eröffnen, anschließend wird es eine halbe Stunde Vergünstigungen und freie Fahrten geben. Die Messe ist Sonntag bis Donnerstag von 14 bis 22 Uhr geöffnet, Freitag und Samstag bis 23 Uhr. Die Gaststättenbetriebe haben stets eine Stunde länger auf.

Bereits am Donnerstagmittag sind die ersten Kirmestouristen auf dem Gelände unterwegs. Auch Andreas Walldorf schlendert über das Areal. »So darf das Wetter gerne bleiben«, sagt der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Gießener Schausteller. Chef-Organisator Tilman Bucher, der ebenfalls am Rundgang teilnimmt, nickt zustimmend. »Der Erfolg der Messe ist extrem wetterabhängig.« Besonders für die beiden Familientage (30. März und 6. April), an denen es viele Vergünstigungen gebe, hoffe er auf Sonne. Und das Feuerwerk am 1. April möge bitte auch nicht ins Wasser fallen.

Am Break Dance legen die beiden einen Stopp ein. Direkt gegenüber des rasanten Klassikers bauen Männer gerade eine doppelstöckige Anlage auf. »Das wird die Go-Cart-Bahn, das flächenmäßig größte Fahrgeschäft in diesem Jahr«, sagt Bucher. Auch Walldorf ist angetan. »Toll, das wir das hier haben. Davon gibt es nur noch zwei Stück in Deutschland.« Freuen könnten sich die Besucher aber auch auf die beiden Autoscooter, Kinderkarussells, den Musikexpress oder das Laufgeschäft »Psychodelic«. Und wenn es regnen sollte, böten die Bierzelte Schutz.

Walldorf unterbricht seinen Führung hier und da für einen Plausch. »Die Gießener Messe ist sehr familiär, das mögen die Gäste. Daher stimmen auch die Umsätze.« Gleichzeitig profitiere auch die Stadt, schließlich seien 40 Schaustellerfamilien zwei Wochen vor Ort und gäben hier ihr Geld aus.

Dann erreichen Walldorf und Bucher den Ausgang, der Rundgang ist zu Ende. Der Junge vom Riesenrad ist ebenfalls verschwunden. Vermutlich wird er wiederkommen – und dann das Liberty Wheel von oben bewundern.



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