Stadt Gießen

Chemikalien im Visier

Industriechemikalien sollten nach Ansicht des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung stärker auf ihre »Mobilität« im Wasserkreislauf untersucht werden. Als »mobil« bezeichnet das UBA Chemikalien, die sich mit dem Wasserkreislauf bewegen, weil sie sich nicht an feste Stoffe wie Sand oder Aktivkohle binden. Deshalb durchbrechen sie natürliche Barrieren wie die Uferzonen von Flüssen und Seen und lassen sich auch nicht durch künstliche Filter in Wasserwerken entfernen.
05. Mai 2017, 20:14 Uhr

Industriechemikalien sollten nach Ansicht des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung stärker auf ihre »Mobilität« im Wasserkreislauf untersucht werden. Als »mobil« bezeichnet das UBA Chemikalien, die sich mit dem Wasserkreislauf bewegen, weil sie sich nicht an feste Stoffe wie Sand oder Aktivkohle binden. Deshalb durchbrechen sie natürliche Barrieren wie die Uferzonen von Flüssen und Seen und lassen sich auch nicht durch künstliche Filter in Wasserwerken entfernen.

»Schlimmstenfalls gelangen solche mobilen Industriechemikalien bis in unser Trinkwasser. Das geschieht bislang nur punktuell – und sehr selten in möglicherweise gesundheitsrelevanten Konzentrationen. Für den Schutz unserer Gesundheit ist es aber wichtig, dass wir mobile Chemikalien auch vorsorglich stärker ins Visier nehmen«, sagt UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. »Das neue Kriterium für ›Mobilität‹ von Chemikalien unterstützt die Hersteller dabei, ›mobile‹ Stoffe zunächst zu identifizieren. Im zweiten Schritt können die Unternehmen die Emissionen reduzieren oder auf weniger schädliche Stoffe umsteigen.« (pm)

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Chemikalien-im-Visier;art71,251014

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