08. Mai 2018, 22:13 Uhr

Hardthof-Kunst

Brandt-Schüler zeigen gestaltete Gestalten

Und wieder präsentieren Schüler der Fachoberschule Gestaltung der Willy-Brandt-Schule Kunst im Unteren Hardthof. 26 Kunstwerke gibt es in der Galerie und im Gewölbekeller Kellerräumen zu sehen.
08. Mai 2018, 22:13 Uhr

In einem fächerübergreifenden Projekt in den Fächern Politik, Kunstgeschichte und Gestaltung haben sich Schüler der Willy-Brandt-Schule mit dem von ihnen selbst gewählten Thema »Shapes« beschäftigt. Was dabei herausgekommen ist, ist ab morgen im Unteren Hardthof zu sehen.

Auf einer Studienfahrt nach Würzburg näherten sich die Schüler dem Thema an. Sie erhielten in Kleingruppen Abbildungen von Kunstwerken, die im weitesten Sinne das Thema »Shapes« darstellten. Zu Bildern von Wasily Kandinsky, Henri Matisse oder Piet Mondrian, Dürers Holzschnitt »Die apokalyptischen Reiter« oder Banksys Graffito »There is always hope« entwickelten sie kurze Performances und Acrylbilder. Im Politikunterricht von Simone Löffler beschäftigten sich die Schüler mit Problemstellungen der Gesellschaft und Politik. Im Kunstgeschichteunterricht setzten sich die Schüler mit künstlerischen Positionen auseinander.

Vernissage am 9. Mai

Während des gesamten Schuljahres waren die Schüler damit beschäftigt, Ideen zu eigenen gestalterischen Arbeiten zu entwickeln und, unterstützt durch Wennemar Rustige und Simone Löffler, stimmige künstlerische Ausdrucks- und Darstellungsformen für ihr Thema zu finden. Celine Roos beschäftigte sich mit dem Problem aussterbender Tierarten und präsentiert einen originalgroßen Eisbär, verloren auf einer Eisscholle. Und sie stellt die Frage, wie lange es noch dauert, bis auch der Mensch auf der roten Liste der aussterbenden Spezies steht.

Theresa Nauroth erstellte eine große, sich auflösende Erdkugel und thematisiert die Vergänglichkeit und die Zerstörung unserer Erde. Robin Schmidt wählte für seine Arbeit die Form einer Möbiusschleife. Auf dieser nicht endenden Schleife zeigt er in Collagetechnik aufgebrachte Darstellungen von Hass in der Geschichte der Menschheit.

Alexandra Krieger beschäftigte sich mit dem Thema der Ausbeutung von Kindern, von Kindern, die aus Gründen der Armut kaum eine Chance haben, den Teufelskreis in den sie hineingeboren wurden zu verlassen. Sie veranschaulicht dies mittels eines großen wenig einladenden Nests aus Dornenzweigen, in dem ein verletzliches Ei liegt.

Ausbeutung von Mensch und Natur

Neben diesen Arbeiten zu eher gesellschaftspolitischen Aspekten, gibt es auch Arbeiten die eher persönliche Befindlichkeiten thematisieren. Katharina Jung zeigt mit Ihrem Objekt »Mein inneres Ich« aus mehreren Glasscheiben und Erinnerungsfotos Facetten bzw. Schichten ihres bisherigen Lebens. Yael Alonso erstellte eine Stahlskulptur mit dem Titel »Mirror me«, wobei die eher kalt anmutende Plastik mit dem »warmen«, leuchtenden Herz kontrastiert. Marlene Stracke präsentiert ein Gemälde mit dem Titel »Innerer Dialog«. In Anlehnung an die drei Grazien von Peter Paul Rubens stellt sie die Frage, ob angesichts der starken Manipulation durch äußere Einflüsse durch Selbstreflexion Authentizität eines Menschen möglich ist.

Parallel zur unmittelbaren Auseinandersetzung mit dem Thema galt es für die Schüler, sich auch um die Organisation der Ausstellung zu kümmern. Hierzu zählte unter anderem, Entwürfe für die Einladungskarte sowie das Plakat zu entwickeln. Die Schüler wurden dabei durch EDV-Lehrer Andreas Arcularius und Projektleiter Wennemar Rustige unterstützt. Letztendlich ausgewählt und umgesetzt wurde der Einladungskarten- und Plakatvorschlag von Yael Alonso.

Das Wichtigste in Kürze

Im Rahmen der Vernissage am Mittwoch, 9. Mai, 19 Uhr, werden Schüler die Hintergründe ihrer künstlerischen Arbeiten erläutern. Zur musikalischen Umrahmung singt Celine Roos. Im Laufe des Abends werden zwei Performances gezeigt: Bei der ersten Performance von Marlene Stracke, Alina Bullmann und Jana Klee interpretieren die Schülerinnen das Gemälde »Komposition IV« von Wassily Kandinsky. Die zweite Performance wurde von Anneke Freese, Marvin Müller, Celine Roos und Theresa Nauroth entwickelt. Sie setzen das Bild »Sorgen des Königs« von Henri Matisse tänzerisch um.

Zur Vernissage werden die Schüler Getränke und Fingerfood anbieten. Der Erlös aus Essen, Katalogverkauf und Spenden soll dem Gießener Tierheim gespendet werden.

Geöffnet ist die Ausstellung am Donnerstag, 10. Mai, von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag, 13. Mai, von 13 bis 18 Uhr. An diesen beiden Tagen führen jeweils um 16 Uhr Schüler durch die Ausstellung. Am Montag 14. Mai kann die Ausstellung auf Anfrage (Tel. 01 75/4 02 27 50) ggf. auch von Schulklassen zwischen 9 und 15 Uhr besucht werden. Darüber hinaus empfiehlt sich auch der Kauf des Katalogs.

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