10. Mai 2017, 20:35 Uhr

Botanische Konzerte im Jost-Gedenken

10. Mai 2017, 20:35 Uhr
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Aus der Redaktion

Gießen (pm). Seit nunmehr 20 Jahren laden der Uni-Präsident und das Institut für Musikwissenschaft zu vier »Botanischen Konzerten« in den Botanischen Garten ein. So auch in diesem Sommer. Im Jubiläumsjahr finden die Konzerte im Gedenken an den im März dieses Jahres verstorbenen Spiritus Rector Professor Ekkehard Jost statt. Die Konzerte beginnen jeweils um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Konzertreihe will Grenzbereiche der Populärmusik erschließen und nationalen sowie internationalen Musikgruppen ein Forum bieten. In den letzten 20 Jahren haben sich die Konzerte zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt entwickelt – an manchem Sonntag versammeln sich mehr als 400 Musikinteressierte im Botanischen Garten. Von zeitgenössischem Jazz über Klezmer, Tango, Filmmusik, Chansonkunst erstrecken sich die Darbietungen bis hin zum brasilianischen Choro, Samba, Bossa Nova oder zu Balkanfolklore.

Ins Leben gerufen wurden die Botanischen Konzerte – auf Anregung des Jazz-Musikers und Musikwissenschaftlers Prof. Ekkehard Jost – 1997 vom damaligen JLU-Präsidenten Prof. Heinz Bauer. Die konzeptionelle Federführung der seither vom Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik und dem Uni-Präsidenten veranstalteten Reihe lag bei Jost. Die Botanischen Konzerte werden im Jubiläumsjahr in seinem ehrenden Gedenken stattfinden. Jost hatte die Programmgestaltung noch übernommen; die Gäste dürfen sich auf seine Konzeption freuen.

Auftakt mit Lulo Reinhardt

Den Reigen der Botanischen Konzerte eröffnet das Gitarrenduo von Lulo Reinhardt und Gerd Stein am Sonntag, 28. Mai. Schon 2008 konnte Ekkehard Jost die beiden Gitarristen aus Koblenz und Lahnstein für ein Konzert gewinnen. Lulo Reinhardt ist der Großneffe des berühmten Sinto-Gitarristen Django Reinhardt. In dessen Jazz-Tradition aufgewachsen, hat Lulo Reinhardt allerdings seine eigene musikalische Sprache gefunden. Elemente des Flamenco, der marokkanischen Gnaoua-Musik und des Latin-Jazz beeinflussen seinen einzigartigen Stil. Mit Jazz-Gitarrist Gerd Stein im Duo produzierte Reinhardt die CD »Kirchberg Konzert« in Lollar. Er studierte Musikwissenschaft bei Ekkehard Jost und hat viel mit spanischen und kapverdischen Musikern zusammengearbeitet und bringt seine Erfahrungen mit brasilianischer Musik in seine Kompositionen mit ein. Seine Band Twanx ist mit diesem Weltmusik-Jazz-Mix auch gelegentlich in Gießen unterwegs.

Weiter geht es am 11. Juni mit »La môme en rose«, Neuinterpretationen zu Ehren von Edith Piaf in der Besetzung mit Wollie Kaiser (Tenorsaxofon, Bassflöte, elektrische Bassklarinette, Arrangements), Élodie Brochier (Gesang), Manuel Scherer (Trompete, Flügelhorn), Stephan Goldbach (Kontrabass, E-Bass) und Daniel Prätzlich (Schlagzeug).

Am 18. Juni serviert das Tony-Lakatos-Quintett energiegeladenen Jazz der Spitzenklasse in zeitgenössischer Hardbop-Tradition und am 2. Juli werden die musikalischen Weggefährten an Ekkehard Jost als »Free Spirit« spielen: Wollie Kaiser, Dieter Manderscheid, Bob Degen und Joe Bonica.



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